NORD/LB baut Profitabilität weiter aus – Halbjahresergebnis mit 264 Millionen Euro vor Steuern erneut verbessert

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat im ersten Halbjahr 2025 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 264 Millionen Euro erzielt – ein Zuwachs um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (221 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern (Konzernergebnis) stieg ebenfalls erneut an und lag zum 30. Juni 2025 mit 212 Millionen Euro um rund 11 Prozent höher gegenüber dem Vorjahreswert (191 Millionen Euro).

  • Rentabilität erneut gestiegen
  • Rating-Anhebung durch Moody‘s, Fitch und Morningstar DBRS
  • Gesamtjahresausblick bestätigt: Ergebnis über Vorjahresniveau erwartet

Auch die positive Ertragsentwicklung der NORD/LB setzte sich weiter fort: Die Erträge erreichten im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 781 Millionen Euro (gegenüber 722 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum). Gleichzeitig blieben die Kosten nahezu unverändert. Der Verwaltungsaufwand lag bei 421 Millionen Euro (Vorjahreswert: 417 Millionen Euro). Entsprechend verbesserte sich die Cost-Income-Ratio (CIR) auf 53,8 Prozent (30.06.2024: 57,8 Prozent). Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern (RoE) erhöhte sich auf 7,0 Prozent und konnte damit erneut verbessert werden (30.06.2024: 6,3 Prozent).

„Die Halbjahreszahlen zeigen deutlich, dass unsere neue Strategie greift“, sagt Jörg Frischholz, CEO der NORD/LB. „Es ist uns gelungen die Profitabilität der Bank weiter auszubauen. Der Ertragszuwachs in unserem Kundengeschäft belegt, dass die klare Fokussierung auf unsere Kerngeschäftsfelder der richtige Weg ist. Wir werden auch zukünftig daran festhalten und unsere Profitabilisierung konsequent fortsetzen. Ziel unserer neuen Strategie ist es, mittelfristig eine Rentabilität von 10 Prozent zu erreichen. Unsere Kunden können sich bei der nachhaltigen Transformation ihrer Geschäftsmodelle auch in den aktuell unsicheren politischen Zeiten auf die NORD/LB als Partner an ihrer Seite verlassen“, so Frischholz weiter.

Die erfolgreiche Entwicklung der NORD/LB spiegelt sich auch in erneuten Rating-Verbesserungen: So haben Moody’s, Fitch und Morningstar DBRS das jeweilige Stand Alone-Rating der Bank im ersten Halbjahr 2025 um je eine Stufe angehoben.

Auch die Ergebnisse des diesjährigen EBA-Bankenstresstest zeigen eine deutlich gestärkte Krisenresilienz der Bank. Im Vergleich zu 2023 ist die NORD/LB demnach heute robuster und wirtschaftlich stärker aufgestellt als noch vor zwei Jahren. Die kontinuierlichen Ertragsverbesserungen, substanzielle Kostensenkungen sowie eine insgesamt gestärkte Profitabilität spiegeln sich klar in den Kapitalquoten wider.

Gewinn- und Verlustrechnung für das erste Halbjahr 2025

Das Zinsergebnis hat sich erwartungsgemäß leicht auf 571 Millionen Euro verringert (Vorjahreswert: 601 Millionen Euro). Hier bewirkte vor allem das insgesamt gesunkene Zinsumfeld leichte Ertragsrückgänge im Einlagengeschäft sowie bei weiteren zinssensitiven Ertragsbestandteilen. Positiv hervorzuheben ist dabei, dass das Margenniveau im Aktivgeschäft stabil gehalten werden konnte.

Das Provisionsergebnis hat sich deutlich auf einen Wert von 154 Millionen Euro erhöht (Vorjahreswert: 118 Millionen Euro). Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das starke Neugeschäft im Segment Structured Finance, das mit deutlich gestiegenen Provisionserlösen verbunden war. Darüber hinaus zeigte sich das Wertpapiergeschäft des Bereichs Markets weiterhin sehr dynamisch.

Das Risikovorsorgeergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf einen Wert von minus 73 Millionen Euro (Vorjahreswert: minus 61 Millionen Euro). Beeinflusst war dies im Wesentlichen durch einen Aufbau von Risikovorsorge in den Bereichen Firmenkunden und Verbundgeschäft sowie
Privat- und Geschäftskunden. Demgegenüber konnte im Segment Immobilienkunden Risikovorsorge aufgelöst werden. Die Risikovorsorge bleibt angesichts der aktuell niedrigen konjunkturellen Gesamtdynamik in Deutschland und den geopolitischen Spannungen damit insgesamt weiter unauffällig. Die Bank verfügt zudem über ein Management Adjustment in nahezu gleichbleibender Höhe von 166 Millionen Euro (31.12.2024: 165 Millionen Euro).

Das Kreditportfolio der NORD/LB ist nach wie vor von hoher Qualität. Die NPE-Quote lag zur Jahresmitte 2025 bei 1,6 Prozent (31.12.2024: 1,5 Prozent). Mit Blick auf den gesamten Kreditzyklus, befindet sich die NPE-Quote auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Rund 90 Prozent des Kreditportfolios entfallen auf den Investment Grade-Bereich. Die NORD/LB wird auch zukünftig an ihrer defensiven Risikopolitik festhalten.

Der Verwaltungsaufwand liegt mit 421 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahreswert: 417 Mio. Euro). Einerseits stiegen die Personalaufwendungen in den ersten Monaten des Jahres aufgrund von Tariflohnsteigerungen, andererseits waren die Sachkosten bei fortgeführter Kostendisziplin rückgängig. Die gestiegenen Personalaufwendungen wurden so durch sinkende Sachkosten nahezu kompensiert.

Das Sonstige betriebliche Ergebnis in Höhe von 4 Millionen Euro hat sich gegenüber dem Vorjahresniveau (Vorjahreswert: minus 30 Millionen Euro) verbessert.

Die Aufwände der Bank für Transformation und Restrukturierung beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 23 Millionen Euro und blieben damit auf Vorjahresniveau. In dieser Position abgebildete Kosten resultieren weiterhin aus laufenden Maßnahmen zur Modernisierung der Banksteuerung. Die Bank investiert hier weiter in die Optimierung ihrer internen Prozesse.

„Die Verbesserung der Profitabilitäts- und Rentabilitätskennzahlen zeigt, dass wir auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr blicken“, sagt Jasper Hanebuth, Chief Financial Officer (CFO) der NORD/LB. Hanebuth ergänzt: „Die Auflösung des Flugzeugportfolios und die Schließung der Niederlassung in Singapur sind inzwischen vollständig kompensiert. Das ermöglicht zukunftsgerichtete Investitionen in unsere Kerngeschäftsfelder.“ „Die Qualität unseres Kreditportfolios ist weiterhin hoch und zeigt, dass sich unsere konservative Risikopolitik auszahlt“, so Hanebuth weiter.

Die harte Kernkapitalquote (CET 1) lag per Ende Juni 2025 bei 18,0 Prozent (31.12.2024: 16,4 Prozent). Wesentlicher Treiber für diesen deutlichen Anstieg war die Erstanwendung der Capital Requirements Regulation III (CRR III), die zu einer spürbaren Reduzierung der risikogewichteten Aktiva (RWA) geführt hat. Noch nicht reflektiert ist die Einbeziehung des Halbjahresgewinns in das harte Kernkapital der Bank, die mit einer weiteren Erhöhung der CET-1-Quote um voraussichtlich 0,9 Prozentpunkte einhergehen dürfte. Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 20,7 Prozent (31.12.2024: 19,2 Prozent) und liegt – ebenso wie die CET-1-Quote – weiterhin deutlich über den regulatorischen Anforderungen. Die Bilanzsumme hat sich im Berichtszeitraum erhöht und lag zum 30. Juni 2025 bei 119,4 Milliarden Euro (30.06.2024: 113,7 Milliarden Euro).

Ausblick für das Gesamtjahr 2025

„Auch in diesem Halbjahr belegt die kontinuierliche Verbesserung der Finanzkennzahlen, dass unsere strategischen Entscheidungen die richtigen sind. Vor allem das verbesserte Provisionsergebnis unterstreicht unsere Ertragskraft. Es bleibt unser Ziel, für das laufende Geschäftsjahr ein Vorsteuerergebnis über dem Vorjahresergebnis zu erreichen“, sagt NORD/LB-CEO Jörg Frischholz. Er betont: „Wir werden unsere Mission mit unternehmerischer Disziplin und strategischer Klarheit fortsetzen.“


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Über die NORD/LB

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank gehört zu den führenden deutschen Geschäftsbanken. Als öffentlich-rechtliches Institut ist sie Teil der S-Finanzgruppe. Zu den Kerngeschäftsfeldern zählen Firmenkunden und das Verbundgeschäft mit den Sparkassen, Spezialfinanzierungen im Energie- und Infrastruktursektor, die Finanzierung von Gewerbeimmobilien über die Deutsche Hypo, das Kapitalmarktgeschäft sowie Privat- und Geschäftskunden einschließlich Private Banking. Die Bank hat ihren Sitz in Hannover, Braunschweig und Magdeburg und verfügt über Standorte in Oldenburg, Hamburg, Schwerin, Düsseldorf und München. Außerhalb Deutschlands ist die NORD/LB mit einer Pfandbriefbank (NORD/LB Covered Bond Bank) in Luxemburg sowie mit Standorten in London, New York und Singapur vertreten.

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