AIESEC

Werden Sie „Global Volunteer“ mit der NORD/LB und AIESEC

Im Rahmen der kompetenzorientierten Nachwuchskräfteentwicklung hat die NORD/LB im Jahr 2016 erstmals mit der internationalen non-profit-Studentenorganisation AIESEC kooperiert. Jährlich schickt die Bank nun, in enger Zusammenarbeit mit AIESEC, freiwillige Dual Studierende und Trainees in verschiedene Ecken der Welt. Über das Programm „Global Volunteer“ haben sie dort die Chance sich sozial zu engagieren und sich für den Umwelt- oder Tierschutz, für Frauenrechte, für Bildung oder ähnliches einzusetzen. In den Entwicklungs- und Schwellenländern arbeiten die jungen Leute in Projekten mit Studierenden aus aller Welt zusammen. Vor Ort lehren sie bspw. Englisch oder andere Fächer, kümmern sich um Kinder oder Bedürftige, sammeln Spenden oder unterstützen wohltätige Vereine bei administrativen Tätigkeiten. Dabei knüpfen sie Kontakte zu Einheimischen, lernen viel über fremde Kulturen, werden sensibilisiert für Problemstellungen in unterentwickelten Regionen der Welt; wachsen aber auch in ihre Rolle als Kulturbotschafter hinein. Zurück aus diesem kleinen Abenteuer kommen in aller Regel gereiftere Persönlichkeiten, die etwas über sich selbst, ihre eigenen Werte und Vorstellungen sowie die eigene und die fremde Kultur gelernt haben. Dabei erkennen sie oft, dass die Menschen, unabhängig der kulturellen oder sozialen Herkunft, am Ende immer noch mehr verbindet als trennt. Lesen Sie im Folgenden selbst, was unsere Nachwuchskräfte als Global Volunteer während ihrer Auslandaufenthalte erlebt haben.

Erfahrungsbericht von Christian Unger

Panama – ein kleines Land, das durch seinen Kanal profitiert, der wiederum der Umwelt aber um so mehr schadet.

Nach rund zwölf Stunden Flug führte mich mein AIESEC Projekt nach Panama, der Brücke zwischen Mittel- und Südamerika. Schon nach den ersten Schritten aus dem Flugzeug merkte ich die tropische Hitze, aber ich spürte auch sofort die Herzlichkeit und das Temperament der lateinamerikanischen Kultur. In meinen sechs Wochen vor Ort sollte ich noch mehr davon erleben und Panama als ein Land kennenlernen, welches deutlich mehr zu bieten hat als nur den berühmten Kanal.

Mein Projekt bestand aus zwei Teilen. Zum einen unterstütze ich administrativ die Non-Profit-Organisation „Eco Creando“, welche die Umweltverschmutzung durch Plastik bekämpft und dabei ist ein Recycling System in Panama zu etablieren. Im Rahmen dessen unterstütze ich eine groß angelegte Strandsäuberungsaktion: Mit über 2.000 Pilgern, die aufgrund der Weltjugendtage der kath. Kirche in der Stadt waren, befreiten wir den Strand von den vielen Tonnen angeschwemmten Müll. Weiterhin durfte ich neben „Eco Creando“ auch Teil des Projekts „Luna Llena de Tambores“ sein. Ein kostenloses Musikfestival, das zur ersten Vollmondnacht im Monat veranstaltet wird. Hier sollen vor allem Jugendliche und Familien für Musik und Rhythmik durch gemeinsames musizieren begeistert werden. In diesem Rahmen organisierten wir zudem mehrere Workshops; unter anderem für das SOS Kinderdorf von Panama City.

Abseits der Projektarbeit fand ich Zeit, um mit meiner Gastfamilie das Land zu erkunden. Zum Beispiel bei einer Wanderung durch den Dschungel, dem Besuch der Schleusen des Panamakanals oder beim „Sight Seeing“ in Panama City. Mich beeindruckten vor allem die Landschaft und die Gastfreundschaftlichkeit der Menschen, welche meinen Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

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Erfahrungsbericht von Hannah Breier

USA: „Life begins at the end of your comfort zone!“

Das Abenteuer AIESEC lies mich ein Land bereisen, welches unzählige Vielfalt und Facetten bereithält – die USA.  Das Projekt „Love your Leftovers“, welches ich unterstütze, eröffnete mir eine abwechslungsreiche Reise und die Möglichkeit die USA aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Dabei sollte meine Reise die Ziele Waco und Austin in Texas sowie Charlotte in North Carolina beinhalten.

In dem Projektteam waren wir insgesamt ein bunter Kulturmix aus den Ländern Brasilien, Panama, Korea und Deutschland. Diese empfand ich als eine Bereicherung, indem ich viel über verschiedenste Kulturen lernen und meine interkulturelle Kompetenz verbessern konnte.

Das erste Ziel auf meiner Reiseliste war Waco Texas, eine traditionell geprägte Stadt mit Weiten an Ackern und Vieh. Demnach, wie man es sich klassischerweise vorstellt, landete ich auf einer kleinen Farm, auf der wir unterstützen durften. Begrüßt wurden wir mit einem typischen „Hey y’all, how you doin‘?“. Das Ende meiner Komfortzone war schnell erreicht – mit Komposttoiletten und Duschen ohne Heizung und Licht. Die Taschenlampe war in diesen zwei Wochen mein bester Begleiter. Heraus aus der Bankwelt, die täglich ein warmes Büro sowie ein warmes Mittagessen in der Kantine bereithält, waren wir bei Wind und Wetter auf dem Feld und mussten uns unser Abendbrot durch unsere eigenen Hände erarbeiten. Ziel Nummer zwei war dann Austin Texas, wo wir in der Central Food Bank arbeiteten und Essenpakete für die Bedürftigen zusammenstellten. Als dritte Anlaufstelle flogen wir anschließend gemeinsam nach Charlotte, wo wir ebenfalls in einer Food Bank arbeiteten.

In unserer freien Zeit bereisten wir mit dem allseits bekannten „Greyhound Bus“ Städte wie San Antonio oder Dallas und nahmen die amerikanische Atmosphäre des Superbowls und der NBA Basketballspiele mit.

Als Erkenntnis dieser Reise nehme ich vor allem Dankbarkeit mit für die Erfahrungen die ich machen, für die Kulturen die ich kennenlernen sowie für die persönliche Entwicklung, die ich selbst erfahren durfte.

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Erfahrungsbericht von Emely Roos

Hong Kong – laut, modern und voller Tradition

Ende Januar 2019 wurde mir durch die NORD/LB die Möglichkeit gegeben, an einem AIESEC Volunteer Programm teilzunehmen. Schnell hatte ich mich für den asiatischen Raum entschieden und reiste für sechs Wochen in die Sonderverwaltungszone an der Ostküste Chinas: Hong Kong! Untergebracht wurde ich in einer Gastfamilie, die mich herzlich aufnahm und mir viele landestypische Eindrücke näher gebracht hat.

Das AIESEC Projekt NAKUPENDA befasste sich mit den Themen „Quality Education“ und

Kulturaustausch. Im Rahmen der Non-Government-Organization, in der ich gearbeitet habe, sollte Menschen aus ärmeren Verhältnissen der Zugang zu Bildung erleichtert werden. Ich habe Kindergartenklassen begleitet, eigene Englischkurse geleitet und den Kulturaustausch mithilfe von Secondary School Workshops gefördert. Im „Global Village“ von AIESEC konnten weitere Freiwillige und ich, untereinander die eigene Kultur präsentieren und uns gegenseitig austauschen.

Während meiner Zeit in Asien ist mir eine völlig neue Kultur begegnet. Obwohl oder gerade weil die hongkonger Kultur so anders war, habe ich den Aufenthalt dort unglaublich genossen! Ich hatte die Wahl und hätte mir kein besseres Projekt und kein interessanteres Land aussuchen können. Tolle Erinnerungen, neue Sichtweisen, neue Bekannte und Freunde sorgen dafür, dass ich diese Erfahrung wohl mein Leben lang nicht vergessen werde.

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Erfahrungsbericht von Lennart Graf

Meine Zeit in Jakarta – Verschmutzung vs. Wachstum 

Nach über 25 Stunden Anreise begann das Abenteuer Indonesien für mich. Meine Wahl fiel dabei auf Jakarta in der Metropolregion JaBoDeTaBek, welches durch den fortschreitenden Zusammenwuchs der Städte, mit über 30 Millionen Einwohnern, der zweitgrößte Ballungsraum der Welt ist. Durch den raschen Bevölkerungswuchs in den letzten Jahrzehnten waren infrastrukturelle Probleme in der Hauptstadt Indonesiens nicht abwendbar. Eine funktionierende und nachhaltige Abfallentsorgung kann beispielsweise nicht für jeden Einwohner Jakartas garantiert werden.

In meiner 6-wöchigen Projektarbeit habe ich mich deshalb schwerpunktmäßig mit den Themen Umweltverschmutzung durch Plastik und Wasserhygiene beschäftigt. Zu den Projektaktivitäten gehörten Straßenkampagnen, Vorträge in Grundschulen und Universitäten, das Pflanzen von Mangroven sowie das Renovieren öffentlicher Toiletten. Die 14 Mitglieder meines Projekts kamen aus Malaysia, Indonesien und Australien. Neben den Projektaktivitäten stand somit auch der interkulturelle Austausch im Vordergrund.

Die direkte Konfrontation mit der Umweltverschmutzung durch Abfall und Plastik hat mich zu einer bewussteren Lebensweise auch in Deutschland veranlasst. Doch besonders beeindruckt haben mich in Indonesien die gastfreundlichen und gelassenen Javaner, die immer wieder zu einem kleinen Gespräch und Austausch bereit waren. Insgesamt hatte ich in Indonesien eine sehr spannende und bereichernde Zeit, die ich definitiv in positiver Erinnerung behalten werden.

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Erfahrungsbericht von Manuel Ottlik

Der Kampf gegen die Umweltverschmutzung in der sinkenden Metropole Jakarta

Es waren nur wenige Schritte aus dem Flughafen und schon prasselten die Eindrücke auf mich ein: die Trillerpfeifen der Verkehrspolizisten, die heiße, feuchte Luft und der graue Himmel. Die Sonne steht hoch am Himmel, sieht aufgrund des Smogs aber nur aus wie ein vergilbter Mond. Die Umweltverschmutzung in der Hauptstadt Indonesiens mit über 30 Millionen Einwohnern ist nicht zu übersehen. Etwa alle fünf Jahre wird die Stadt aufgrund von starkem, oft wochenlang andauerndem Regen überschwemmt; zusätzlich sinkt Jakarta aufgrund der Bebauung der Küstenregion jährlich 10 Zentimeter in den Boden – währenddessen steigt der Meeresspiegel.

In meinem 18-köpfigen Projektteam aus acht verschiedenen Nationen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, auf die Problematik aufmerksam zu machen und Aufklärungsarbeit geleistet. Es wurden Mangroven gepflanzt, Flüsse und Küsten gereinigt – besonders eindrucksvoll aber war der Unterricht von Viert- bis Sechstklässlern in zwei Schulen aus sozialschwachen Stadtvierteln. Gemeinsam mit einer chinesischen Projektteilnehmerin haben wir Kindern das Ausmaß der Plastikverschmutzung in den Ozeanen aufgezeigt oder die Prinzipien von Recycling deutlich gemacht.

Neben der Dankbarkeit der Kinder, die mir in dieser kurzen Zeit entgegengebracht wurde, wird mir insbesondere der Teamgeist in unserem Projektteam in Erinnerung bleiben, welcher unabhängig von Kultur, Religion oder politischer Einstellung ein großes Ziel vereint: eine nachhaltige und umweltbewusste Lebensweise.


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Erfahrungsbericht von Jonas Przibilla

Der Kontrast: Traditionelle Märkte in der Metropole Seoul

„Wo kauft ihr eigentlich eure Lebensmittel?“ Mit dieser Frage beginnt das sechswöchige Projekt „BUDI Market“ in der Bibliothek des „Suyu Traditional Market“ im Zentrum der Hauptstadt Südkoreas. Das Ziel des Projektes: Gemeinsam mit Studenten der „Korea University“, AIESEC „Global Volunteers“ und 12 bis 16 jährigen koreanischen Schülern mehr über die Geschichte und den kulturellen Stellenwert der traditionellen Märkte in Seoul lernen.

„Na im Supermarkt natürlich!“, kommt es aus der Gruppe in gebrochenem Englisch zurück. Neben den kulturellen Unterschieden stellen auch die stark variierenden Englischkenntnisse der Schüler eine große Herausforderung dar. Die Kommunikation funktioniert trotzdem fast einwandfrei. Was nicht mit einfachen englischen Begriffen und ausgeprägter Gestik und Mimik erklärt werden kann, wird von den koreanischen Studenten übersetzt. In den gemeinsamen Projektstunden wird intensiv diskutiert und viel gelacht. Zweites vor allem über die geringe Schärfetoleranz des Deutschen beim gemeinsamen Mittagessen. Auf der Speisekarte stehen traditionelle koreanische Gerichte wie „Tteokbokki“ (scharfer Reiskuchen), „Mandu“ (Knödel) und „Kimchi Noodle“ (scharfe, kalte koreanische Nudeln), natürlich frisch vom Markt.

Zum Abschied erhält jeder ein Buch, in dem jede Seite von einem anderen Teilnehmer erstellt wurde. Auf 32 Seiten werden so mit bunten Stickern und verrückten Zeichnungen die unvergesslichen Erfahrungen und Erlebnisse des Projektes festgehalten.


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