Banking und Brokerage

Nachfolgend finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten rundum Ihr Konto bei der NORD/LB zusammengestellt.

FAQ zu SEPA

SEPA ist die Abkürzung für "Single Euro Payments Area", den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Dieser besteht aus 32 europäischen Ländern. Innerhalb der SEPA werden europaweit standardisierte Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen angeboten. Dadurch können Unternehmen und Verbraucher bargeldlose Zahlungen auch über die Ländergrenzen hinweg so einfach und bequem tätigen wie in ihrem Heimatland. Langfristig sollen die bisherigen inländischen Überweisungen und Lastschriften durch SEPA-Produkte abgelöst werden.

 

Insgesamt 32 europäische Länder machen bei SEPA mit. Neben den 27 EU-Staaten nehmen auch die drei Länder des übrigen europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie die Schweiz und Monaco an SEPA teil.

Teilnehmerländer:

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.

 

SEPA-Zahlungen können ausschließlich in Euro abgewickelt werden. Für Zahlungen in anderen europäischen Währungen sind die SEPA-Verfahren nicht einsetzbar. Hier bedarf es weiterhin einer Auslandsüberweisung.

 

Anfang 2012 hat der europäische Gesetzgeber eine Verordnung verabschiedet, die unter anderem die Abschaltung der jeweiligen nationalen Zahlverfahren (Überweisung und Lastschriften) in Euro zugunsten der neuen SEPA-Zahlverfahren vorschreibt. Stichtag hierfür ist der 1. Februar 2014.

Die heute bestehenden Zahlungsverkehrsverfahren können Sie daher nur bis zum 31. Januar 2014 weiter nutzen. Die SEPA-Verfahren werden bereits parallel angeboten.

 

Mittelfristig ja. Bis zum 31. Januar 2014 wird es die bestehenden nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren weiterhin geben. Die SEPA-Verfahren werden parallel dazu angeboten. Eine Verpflichtung zur Umstellung auf die SEPA-Verfahren besteht gemäß der durch den europäischen Gesetzgeber verabschiedeten Verordnung zum 1. Februar 2014.

Ab 2014 brauchen Sie für SEPA-Inlandszahlungen nur die IBAN des Zahlungsempfängers anzugeben. Der BIC (internationale Bankleitzahl) wird zunächst für grenzüberschreitende Überweisungen und bei der Erteilung von SEPA-Lastschriftmandaten weiterhin benötigt.

In der SEPA gelten einheitliche Zahlungsverkehrsverfahren und -formate für alle Transaktionen. Das betrifft auch Inlandszahlungen, die mittels SEPA-Verfahren getätigt werden. Dadurch können Sie die Kontoführung für den Euro-Zahlungsverkehr auf ein Konto konzentrieren sowie den Aufwand in Ihrer Kundendatenverwaltung reduzieren: Durch SEPA verfügen Sie für alle Ihre europäischen Geschäftspartner über einheitliche Daten wie IBAN und BIC.

Das neue SEPA-Lastschriftverfahren bietet Ihnen weitere Vorteile: Durch die Einführung eines konkreten Fälligkeitsdatums können Sie Ihre Zahlungsströme und damit Ihre Liquidität besser steuern.

Für Unternehmen, die Debitkarten akzeptieren, gilt: Entscheiden Sie sich für die Teilnahme an einem SEPA-fähigen Kartenzahlungsverfahren wie beispielsweise electronic cash, steigern Sie deutlich Ihr Kundenpotenzial.

Bitte beachten Sie, dass die Nutzung der SEPA-Verfahren eine Anpassung Ihrer Buchhaltungs- und Electronic Banking-Systeme erfordert.

Sie können alle aktuellen Softwarelösungen (z. B. StarMoney und SFirm), die von der NORD/LB bereit gestellt werden, weiterhin verwenden, da die heute bestehenden Zahlungsverkehrsverfahren parallel angeboten werden. Für die Software SFirm bietet die NORD/LB ein SEPA-Modul an, mit dem auch die Kontobestände auf IBAN und BIC umgestellt werden können.

Die Softwarehersteller anderer Lösungen sind über die Spezifikationen der SEPA-Verfahren informiert und haben bereits Anpassungen vorgenommen. Wann ein aktuelles Update der Software zur Verfügung gestellt wird, erfragen Sie bitte direkt beim Hersteller Ihrer Software.

Sollten Sie eine eigenentwickelte Software einsetzen, empfiehlt es sich, diese rechtzeitig SEPA-fit zu machen.

Im Online-Banking wird Ihnen die SEPA-Überweisung ebenfalls angeboten. Alle bisherigen Funktionen und Layouts bleiben erhalten.

Für die SEPA-Überweisung gibt es neue Vordrucke. Die Überweisungsvordrucke für den nationalen Zahlungsverkehr können weiterhin genutzt werden.

Für beleglose SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften gibt es ein neues Datenformat. Das bisher in Deutschland genutzte DTAUS-Format unterstützt SEPA-Zahlungen nicht. Das neue SEPA-Datenformat basiert auf dem ISO Standard 20022 und nutzt XML (eXtensible Markup Language) als Syntax.

Das SEPA-Datenformat wurde in der Deutschen Kreditwirtschaft abgestimmt. So ist sichergestellt, dass alle deutschen Kreditinstitute mit einem Format erreicht werden können.

An den grundsätzlichen Meldepflichten im europäischen Zahlungsverkehr ändert sich nach derzeitigem Stand in der SEPA nichts. Das konkrete Meldeverfahren für SEPA-Zahlungen über 12.500 Euro erfordert eine Meldung mittels des Vordruckes Z4 zur Außenwirtschaftsverordnung, der elektronisch oder beleghaft der Bundesbank übermittelt werden kann.

Ja. Für Ihnen bereits erteilte Einzugsermächtigungen müssen Sie keine neuen SEPA-Lastschriftmandate einholen. Die deutsche Kreditwirtschaft wird ihre Kundenbedingungen anpassen. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, dass bereits erteilte Einzugsermächtigungen vom Zahlungsempfänger als Lastschriftmandat im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren weitergenutzt werden können. Sie informieren Ihre Kunden lediglich noch über die jeweilige Mandatsreferenz, Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer und den Zeitpunkt des Wechsels auf das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren.

Durch das SEPA-Lastschriftmandat wird der Zahlungsempfänger ermächtigt, fällige Rechnungsbeträge vom Konto des Zahlungspflichtigen einzuziehen. Gleichzeitig wird auch das Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen mit der Einlösung der Lastschrift beauftragt.

Generell gilt das SEPA-Lastschriftmandat unbefristet bis zum Widerruf durch den Zahlungspflichtigen. Sollten aber binnen 36 Monaten seit letztem Einzug keine Folgelastschriften vom Zahlungsempfänger eingereicht werden, verfällt dieses Lastschriftmandat. Sollen nach Ablauf dieser Frist erneut SEPA-Lastschriften eingezogen werden, ist ein neues SEPA-Mandat vom Zahlungspflichtigen einzuholen.

Der Creditor Identifier (CI) ist eine europaweit einheitliche Gläubiger-Identifikationsnummer, die den Einreicher von SEPA-Lastschriften eindeutig identifiziert. Die 16-stellige alphanumerische Nummer benötigen SEPA-Lastschrifteinreicher zwingend; ohne Angabe dieser Nummer erfolgt keine Bearbeitung der eingereichten Transaktionen. Die Gläubiger-Identifikationsnummer kann nur online bei der Deutschen Bundesbank beantragt werden.

Durch die Einführung von SEPA werden auch Kartenzahlungen vereinheitlicht. Betroffen davon sind die Debitkarten, besser bekannt als EC-Karte oder Kundenkarte, sowie die Kreditkarten.

Ziel der SEPA ist es, die technische Funktionsweise von Karten und Akzeptanzterminals so zu verbessern, dass EU-weit keine technologische Hürde der Akzeptanz von Karten entgegensteht. Darüber hinaus bieten europaweit einheitliche Sicherheitsstandards einen weiter verbesserten Schutz vor Missbrauch für Karteninhaber und Händler bei Kartenzahlungen in Europa.

Damit Kunden aus dem europäischen Ausland bei Ihnen mit ihrer Debitkarte am POS-Terminal bezahlen können, benötigen Sie mindestens ein SEPA-fähiges Debitkarten-Zahlungsverfahren wie beispielsweise electronic cash. electronic cash erfüllt bereits heute die SEPA-Anforderungen.

Selbstverständlich können Sie auch mit der Akzeptanz von Kreditkarten deutschen, europäischen und internationalen Kunden die bargeldlose Zahlung bei Ihnen ermöglichen.

Um SEPA-Debitkarten-Bezahlverfahren abwickeln zu können, benötigen Sie ein EMV-fähiges POS-Terminal. POS-Terminals sind bereits heute bei vielen Händlern für die Abwicklung von electronic cash-Zahlungen im Einsatz. Derzeit werden die electronic cash-Terminals im Handel auf den TA 7.0 umgestellt und damit EMV-fähig.