So gelingt der frühe Renteneintritt

Die gesetzliche Rente ist für die meisten Menschen die Haupteinnahmequelle im Alter. Aber bis auf wenige Ausnahmen können nur diejenigen mit den vollen Bezügen rechnen, die bis zur Regelaltersgrenze arbeiten. Seit der Änderung des Rentenrechts im Jahr 2007 liegt diese Altersgrenze für Geburtsjahrgänge ab 1964 bei 67 Jahren.

Früher in den Ruhestand zu gehen ist möglich

Allerdings kostet der vorzeitige Ausstieg aus dem Erwerbsleben Geld in Form von Abschlägen. Für jeden Monat des vorgezogenen Rentenbezugs sind das 0,3 Prozent der Rentenhöhe – für den gesamten Bezugszeitraum.
Beispiel: Ein heute 48-jähriger Mann kann regulär in 19 Jahren, also 2037, in Rente gehen. Erfüllt er die Mindestversicherungszeit von 35 Jahren, kann er frühestens 2033 in Rente gehen, erhält dann aber um 14,4 Prozent gekürzte Altersbezüge. Gut, wenn man dafür bereits private Vorsorge getroffen hat.

Doch hier kommen weitere Faktoren hinzu. Ein bereits vorhandener Kapitalstock kann als Rentenergänzung herangezogen werden, doch wie lange reicht das Kapital, vor allem in Zeiten niedriger Zinsen? Zudem sind weitere Faktoren zu berücksichtigen. So steigt die statistische Lebenserwartung der Deutschen kontinuierlich an.

Schließen Sie Ihre Rentenlücke!

Mit welcher Rentenhöhe Sie im Regelfall rechnen können, sagt Ihnen die persönliche Renteninformation, die Sie als Versicherter ab dem 27. Lebensjahr und nach mindestens fünf Beitragsjahren einmal jährlich erhalten. Ziehen Sie davon die finanzielle Einbuße durch den vorzeitigen Renteneintritt ab. Denken Sie auch daran, dass Sie aus der verbleibenden gesetzlichen Rente Einkommensteuer und Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Über deren voraussichtliche Höhe informiert Sie ebenfalls Ihr Rentenversicherungsträger. Die so entstandene Lücke gilt es zu schließen! Dafür stehen verschiedene Vorsorgewege offen, die eine lebenslange Rentenzahlung ermöglichen.

Riester-Rente

Ihre Sparleistungen werden durch staatliche Zuschüsse aufgestockt und steuerlich bereits heute gefördert. Für Verträge, die seit 2012 abgeschlossen wurden, ist eine Auszahlung ab dem 62. Lebensjahr möglich, für frühere Verträge sogar ab dem 60. Lebensjahr.

Private Rentenversicherung

Hier bestimmen Sie Beitragshöhe (ob per Raten- oder Einmalzahlung), Laufzeit und Versicherungssumme selbst. Erfolgt die Auszahlung frühestens ab dem 62. Lebensjahr und beträgt die Laufzeit mindestens zwölf Jahre, sind 50 Prozent der Erträge steuerfrei.

Betriebliche Altersvorsorge

Als Arbeitnehmer haben Sie einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf Entgeltumwandlung. Nutzen Sie diese Möglichkeit mit der von Ihrem Arbeitgeber angebotenen Vorsorgeform dafür, Vermögen fürs Alter aufzubauen. Auch hier gilt: Wer frühzeitig auf das Zusatzeinkommen im Alter spart, muss monatlich weniger beiseitelegen.