ETFs als Allheilmittel

„Exchange Traded Fund“, ETF. „Ein ETF ist ein Investmentfonds, der passiv gemanagt wird, d.h. einen vorgegebenen Index möglichst exakt nachbildet“, erklärt Wertpapierspezialist Marc Roßdeutscher. Beispielsweise investiert ein DAX-ETF direkt in die im jeweiligen Index enthaltenen Wertpapiere (physische Abbildung) mit der Gewichtung, wie sie zum Kaufzeitpunkt gehandelt werden und partizipiert somit von der Entwicklung des zugrundeliegenden Index. Die Zusammensetzung des Fondsvermögens ändert sich nur bei Veränderungen des Index. „Bei einem aktiv gemanagten Investmentfonds ist das Ziel den Vergleichsindex (z.B. DAX) in der Wertentwicklung zu übertreffen“, erläutert der Spezialist. Das Fondmanagement  gewichtet die einzelnen Titel zur strategischen Positionsveränderung um die Rendite zu steigern und passt das Fondsportfolio an die jeweilige Marktsituation an: „Dieses aktive Steuerungs- und Risikomanagement entfällt beim ETF natürlich“, sagt Marc Roßdeutscher, „weshalb diese naturgemäß kostengünstiger sind.“

Mit der Kombination von passiven und aktiven Fonds zur individuellen Portfoliostruktur

„Der börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ist einerseits als kostengünstiges Anlage als auch durch die Ausstattung als Sondervermögen auf dem Vormarsch und die Mittelzuflüsse sind imposant, keine Frage.“ , sagt der Spezialist Marc Roßdeutscher. „Dem entgegen stehen die Qualität und die Expertise des Managements bei aktiven Investmentfonds, die von entscheidender Bedeutung sind.“

Bei der langfristigen Vermögensanlage steht die wesentliche Frage nach der Struktur des Vermögens im Vordergrund. Fragen nach Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft bestimmen die Höhe des Aktienanteils. Die breite Streuung ist entscheidend. Anleger entscheiden mit Hilfe des Beraters welche Strategie empfehlenswert ist.

Eine Core-Satellite-Strategie erweist sich hierbei vielfach als hilfreiche Vermögensstrategie: Der Aufbau eines Kernportfolios bildet den Schwerpunkt  und wird ergänzt durch sogenannte Satelliten, die für das Ausnutzen von Investmentchancen stehen.

„Dort, wo es möglich ist, durch aktives Management einen Mehrertrag gegenüber der Entwicklung des Marktes, zu generieren, macht aktives Management Sinn“ , so Marc Roßdeutscher,“ je effizienter ein Markt jedoch ist, desto schwieriger ist es für aktive Manager, bestehende Ineffizienzen auszunutzen und damit Mehrwert zu generieren. In hoch entwickelten Märkten, in denen das Stockpicking schwierig ist, kann es deshalb effizienter sein, einen Index mit einem ETF abzubilden. In einem breit diversifizierten Portfolio dürften daher sowohl aktive Investments als auch passive Anlagen zum Einsatz kommen.“

Die günstigen ETFs sind gut für den Aufbau eines langfristigen Kernportfolios geeignet. Aktive Fonds finden ihren Einsatz als Satelliten d.h. bei denen die Expertise des Fondsmanagement mehrwertbringend ist.