10.12.2015

Unternehmen in Sachsen-Anhalt blicken positiv in die Zukunft

NORD/LB legt  Studie über die 100 größten Unternehmen im Land vor

Die 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt verzeichnen einen leichten Aufwärtstrend. Für das Geschäftsjahr 2015 gehen sie von einem Umsatzzuwachs von durchschnittlich rund zwei Prozent und von einem Plus bei Neueinstellungen von rund einem Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Diese Entwicklungen dürften sich laut einer Studie der NORD/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt auch positiv auf das Wirtschaftswachstum des Landes auswirken, das derzeit noch bei 0,0 Prozent liegt (Vergleich Bundesrepublik Deutschland: 1,4 Prozent). „Die Stimmung bei den 100 größten Unternehmen im Land ist besser als die Zahlen,“ fasst Torsten Windels, Chefvolkswirt der NORD/LB zusammen.

Der größte Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt bleibt die Deutsche Bahn AG mit 7523 Mitarbeitern. Mit 5100 Mitarbeitern folgt die Deutsche Post DHL aus Halle  und auf Platz drei die Dow Gruppe Deutschland aus Schkopau mit 5000 Mitarbeitern. Die Gruppe der drei größten Unternehmen bleibt unverändert im Vergleich zum Vorjahr, allerdings ist die Anzahl der bei ihnen beschäftigten Mitarbeiter insgesamt  leicht zurückgegangen.

Diese Zahlen und Daten entstammen einer Analyse der NORD/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt. Die NORD/LB legt jedes Jahr eine Studie vor, in der die Umsätze sowie die arbeitsmarktpolitische Bedeutung der größten Unternehmen im Bundesland Sachsen-Anhalt ausgewertet werden. Dabei werden Unternehmen berücksichtigt, die entweder ihren Hauptsitz in Sachsen-Anhalt haben bzw. die Daten für ihre Aktivitäten in Sachsen-Anhalt angeben.

Den größten Zuwachs der Anzahl der Beschäftigten weist der Backwaren-Hersteller Klemme AG aus Lutherstadt Eisleben mit 36 Prozent auf. Knapp dahinter folgen die Herrmann & Tallig Objektdienste GmbH aus Halle mit einem Wachstum von 34 Prozent sowie der Automobilzulieferer ELDISY GmbH aus Gardelegen mit 24 Prozent.

Der ELDISY GmbH gelang auf der Liste zudem ein Sprung um 22 Plätze nach vorne von Position 92 im Jahr 2014 auf Position 70. Um 21 Plätze auf Platz 42 verbesserte sich die Herrmann & Tallig Objektdienste GmbH. Die Fricopan Back GmbH Immekath kletterte um 13 Plätze auf Position 58.

Dr. Hinrich Holm, Vorstandsmitglied der NORD/LB mit Sitz in Magdeburg: „Als Landesbank freut uns besonders, dass die Entwicklung der 100 größten Unternehmen durch einen positiven Ausblick auf dem Arbeitsmarkt unterstützt wird. Das spiegelt sich vor allem in der Zahl der aktuell über 15.000  offenen Stellen im Bundesland, was einen Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg um gut 5.500.“

Branchenanalyse

In der Branchenerhebung hat es im Vergleich zur letzten Erhebung 2014 nur geringe Abweichungen gegeben. Das Verarbeitende Gewerbe stellt in Sachsen-Anhalt mit einem Anteil von rund 43 Prozent den größten Bereich dar. Mit größerem Abstand folgt der Dienstleistungssektor mit 17,7, Prozent sowie der Verkehr mit 14,5 Prozent.

Die meisten Unternehmenssitze in Magdeburg und Halle

Die räumliche Konzentration auf die beiden städtischen Zentren Magdeburg (19 Unternehmenssitze, plus eins im Vergleich zum Vorjahr) und Halle  (16 Sitze, plus zwei im Vergleich zum Vorjahr) hat sich seit der letzten Erhebung weiter verstärkt. Damit sind in den beiden Städten mehr als ein Drittel aller 100 größten Unternehmen des Landes angesiedelt.  Der nächstgrößte Standort ist Leuna mit unverändert  fünf Unternehmenssitzen.

Die 35 Unternehmen der Oberzentren Magdeburg und Halle beschäftigen zudem rund die Hälfte der Arbeitnehmer der 100 größten Unternehmen. In den beiden großen Städten des Landes ist das Dienstleistungsgewerbe stark vertreten. Die weiteren Branchen sind in Magdeburg und Halle nicht sehr ausgeprägt, sondern verteilen sich eher auf die Landkreise.

Rangliste nach Umsatz – nur ein Platzwechsel in den Top Five

Zusätzlich zur Liste der mitarbeiterstärksten Unternehmen berechnet die NORD/LB die 100 größten Unternehmen des Bundeslandes nach Umsatz. Auf den ersten vier Plätzen finden sich wie im Vorjahr die Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH (Position 1), die Dow Gruppe Deutschland (2), die EDEKA Gruppe (3) sowie die Tönnies Gruppe aus Weißenfels (4), die die MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH vom vierten auf den fünften Rang verdrängt hat. Zwei Unternehmen gelang im Geschäftsjahr 2014 ein signifikanter Aufstieg in der Notierung. Der höchste Aufsteiger ist die Halloren Schokoladenfabrik AG, die in diesem Jahr erstmals die Konzernangaben zur Verfügung gestellt hat und damit um 28 Plätze auf Rang 50 geklettert ist. Der Metallbauer SAM Stahlturm- und Apparatebau Magdeburg GmbH verbesserte sich um 26 Ränge und steht nun an Platz 56.

Der höchste Neueinsteiger auf dieser Liste ist die K+S Kali GmbH aus Zielitz, die dieses Jahr zum ersten Mal die Umsatzzahlen zur Verfügung gestellt hat und damit auf Platz 20 eingestiegen ist.

Auch in der Analyse der umsatzstärksten Unternehmen dominiert das Verarbeitende Gewerbe mit 67 von 100 Unternehmen. Mit weitem Abstand folgt das zusammengefasste Segment Bergbau, Energie- und Wasserversorgung mit 12 Unternehmen.


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PDF-Download:
>Die 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt 2014 (PDF, 370 KB)


Kontakt:
Torsten Windels
Fon: +49 (0) 511 361-2008
>E-Mail senden

Ansprechpartner

NORD/LB Medien und Kommunikation
Friedrichswall 10
30159 Hannover


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