01.12.2014

Strukturwandel in Sachsen-Anhalt setzt sich fort

NORD/LB legt  Studie über die 100 größten Unternehmen im Land vor

Die Deutsche Bahn AG bleibt mit 7.592 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt. Die Deutsche Post DHL verdrängt mit ihren 5.100 Mitarbeitern die Dow Gruppe Deutschland vom Platz zwei auf den dritten Platz der Liste der 100 größten Unternehmen des Bundeslandes.

Diese Zahlen und Daten entstammen einer Analyse der NORD/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt, in der jedes Jahr die umsatz- und mitarbeiterstärksten Unternehmen im Land ermittelt werden. Berücksichtigt wurden Unternehmen, die entweder ihren Hauptsitz in Sachsen-Anhalt haben oder in der Lage sind, Daten für ihre Aktivitäten in Sachsen-Anhalt anzugeben.

Auf Rang vier konnten sich wieder die Edeka Märkte (4.015 Mitarbeiter) platzieren. Das Universitätsklinikum Halle konnte trotz des Abbaus von 100 Arbeitsplätzen den fünften Platz halten, während die MIRBAG Mitteldeutsche Braunkohlen GmbH auf den sechsten vorrückte. Neu in den Top Ten ist der Energieversorger enviaM-Gruppe mit 2.083 Mitarbeitern.

Die größten Beschäftigungssprünge machten die Bilfinger Rohrleitungsbau GmbH mit einer Verbesserung um 17 Ränge auf Rang 74. Die GETEC Energie Holding GmbH legte um 16 Ränge auf Rang 33 zu.

Die meisten Unternehmenssitze in Magdeburg und Halle

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die räumliche Konzentration auf die beiden städtischen Zentren Magdeburg (18 Unternehmenssitze) und Halle  (14 Sitze) weiter verstärkt.  Der nächstgrößte Standort ist Leuna mit fünf Unternehmenssitzen. Die Mehrzahl der gelisteten Orte in Sachsen-Anhalt ist Sitz von jeweils einem bis zwei Unternehmen. Die nördlichen Landkreise Sachsen-Anhalts weisen nur wenige Unternehmenssitze aus.

Strukturwandel

Der zweitgrößte Wirtschaftszweig nach dem Verarbeitenden Gewerbe (26 Prozent aller Beschäftigten) ist zum ersten Mal seit 2003 der sehr heterogene Dienstleistungssektor mit 17 Prozent Anteil an den Beschäftigten.

Die Zahl der Beschäftigten in den 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt wuchs mit 2,4 Prozent überdurchschnittlich stark auf mittlerweile fast 100.000.

„Diese Studie zeigt eine positive Fortsetzung des Strukturwandels in Sachsen-Anhalt. Dies manifestiert sich an der steigenden Betriebsgröße der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, an der weiteren Konzentration der Unternehmenssitze in den größeren Städten und der zunehmenden Gewichtung des Dienstleistungssektors.“ stellte Dr. Hinrich Holm, Mitglied des Vorstands der NORD/LB, bei der Vorstellung der Studie am Montag in Magdeburg fest.

Rangliste nach Umsatz – Rotkäppchen Sekt nicht mehr unter Top Five

Neben der Liste der mitarbeiterstärksten Unternehmen berechnet die NORD/LB auch die 100 größten Unternehmen des Bundeslandes nach Umsatz. Die Umsätze der 100 größten Unternehmen gingen um 4,6% zurück, was wesentlich auf die Chemische Industrie zurückzuführen ist, die in Sachsen Anhalt stark ist. Auf den ersten vier Plätzen finden sich wie im Vorjahr die Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH (Position 1), die Dow Gruppe Deutschland (2), die EDEKA Gruppe (3) sowie die MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH (4). Außer der EDEKA-Gruppe (plus 190,1 Mio Euro) hatten alle diese Unternehmen Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahr zu verbuchen. Neu in den Top Five ist die Tönnies Gruppe, die mit den Rotkäppchen Sektkellereien die Plätze gewechselt hat.

Ausblick für 2014

Für 2014 sind die Umsatzerwartungen der Unternehmen verhalten. Die Beschäftigung soll dagegen mit einem Prozent auch in diesem Jahr weiter zulegen. Dieses Bild von schwacher Umsatzentwicklung und relativ stärkerer Beschäftigungsdynamik entspricht den Entwicklungen in der gesamtdeutschen Wirtschaft. Torsten Windels, Chefvolkswirt der NORD/LB: „Es zeigt sich auch in diesem Unternehmensausschnitt, dass die Wirtschaftsstruktur Sachsen-Anhalts stärker auf die Konjunktur reagiert als der bundesdeutsche Durchschnitt“.


Studie Print-Version:
>Studie bestellen

PDF-Download:
>Die 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt 2013 (PDF, 384 KB)


Kontakt:
Torsten Windels
Fon: +49 (0) 511 361-2008
>E-Mail senden

Ansprechpartner

NORD/LB Medien und Kommunikation
Friedrichswall 10
30159 Hannover


Archiv-Suche


Presse-Verteiler

Sie sind Journalist und möchten in unseren Presse-Verteiler aufgenommen werden, damit Sie regelmäßig die NORD/LB Presse-Informationen erhalten? Dann nutzen Sie bitte unser Anmeldeformular.

>Presse-Verteiler