12.12.2019

Sachsen-Anhalts größten Unternehmen geht es gut

  • NORD/LB legt Studie über die beschäftigungs- und umsatzstärksten Unternehmen im Land vor

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank wertet für die Studie Die 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt jährlich die Umsätze sowie die beschäftigungspolitische Bedeutung der größten Unternehmen im Bundesland aus. Christian Lips, Chefvolkswirt der NORD/LB, sagte: „Die 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben sich auch im Geschäftsjahr 2018 positiv entwickelt. So konnten die größten Unternehmen ihren Umsatz im Vorjahresvergleich um vier Prozent auf 32 Mrd. Euro und die Beschäftigung um ca. ein Prozent auf 105.300 Mitarbeiter steigern.“

Dr. Hinrich Holm, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der NORD/LB: „Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass es der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt weiterhin gut geht.“ Das bestätigt auch die Umsatzprognose der größten Unternehmen für das Jahr 2019. Die Unternehmen gehen von einer Steigerung ihrer Umsätze von mehr als vier Prozent aus, allerdings prognostizieren sie einen Beschäftigungsrückgang von einem Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt die regionalwirtschaftliche Studie der NORD/LB, die am Mittwoch in Magdeburg vorgestellt wurde.

Rangliste nach Beschäftigung

Die gelisteten 100 größten Unternehmen beschäftigten im Geschäftsjahr 2018 105.300 Mitarbeiter, die rund 14 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen-Anhalt repräsentieren. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Mitarbeiterzuwachs von einem Prozent. 95 der gelisteten 100 größten Unternehmen waren auch in der Vorjahreserhebung vertreten und haben mit einem Wachstum von zweieinhalb Prozent wesentlich zur guten Beschäftigungsentwicklung beigetragen.

Die Rangliste der größten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt führt unverändert die Deutsche Bahn AG mit 7.700 Mitarbeitern an, was einem Zuwachs von über vier Prozent entspricht. Die nachfolgenden drei Unternehmen konnten ihre Vorjahresposition mit unveränderten Beschäftigungszahlen verteidigen, darunter die Deutsche Post DHL (Platz 2, 5.100 Beschäftigte), die Dow Gruppe Deutschland (Position 3) mit 4.700 Beschäftigten und auf Rang 4 die AMEOS Gruppe mit 3.900 Beschäftigten. Auf Position 5 und 6 folgen die beiden Unikliniken Magdeburg und Halle, die durch die fehlenden Angaben des Einzelhandelsunternehmens EDEKA um jeweils eine Position aufgestiegen sind. Mit einem Mitarbeiterzuwachs von 18 Prozent stieg die Hermes Fulfilment GmbH mit Sitz in Haldensleben um zwei Plätze auf Rang 7 auf. Die Salus Altmark Holding (neu Rang 8) erzielte im Geschäftsjahr 2018 das höchste prozentuale Wachstum, was aber laut Studie auf den Zusammenschluss mit dem Altmarkt-Klinikum zurückzuführen ist. Aus diesem Grund verlieren die Stadtwerke Halle einen Rang und nehmen die Position 9 ein. Auf Platz 10 folgt wie im Vorjahr der Automobilzulieferer IFA Gruppe aus Haldensleben mit einem Beschäftigtenzuwachs von rund zehn Prozent.

Die Liste der 100 größten Unternehmen des Landes enthält mit der Salus Altmarkt Holding (Rang 8) fünf Neueinsteiger. Der höchst platzierte Einsteiger ist die Deutsche Telekom AG auf Position 18, die wieder Zahlen für die NORD/LB-Studie zur Verfügung stellte. Den höchsten Rangaufstieg mit 23 Prozent mehr Beschäftigung gelang den Milchwerken Mittelelbe aus Stendal, die um 22 Ränge auf Position 62 aufgestiegen sind. Die Rotkäppchen-Mumm-Sektkellereien (Position 29) stiegen mit einem Mitarbeiterzuwachs von 33 Prozent um elf Plätze auf und die Bayer Bitterfeld GmbH um zehn Plätze auf Rang 64.

Rangliste nach Umsatz

In der Rangliste der 100 umsatzstärksten Unternehmen steht unverändert die TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH mit Sitz in Leuna an der Spitze. Die TOTAL konnte ihren Umsatz kräftig um rund 40 Prozent auf 6 Mrd. Euro steigern. Da EDEKA keine auf Sachsen-Anhalt bezogenen Daten mehr zur Verfügung stellt (Vorjahr Position 2), nimmt die Dow Gruppe Deutschland aus Schkopau den zweiten Platz ohne Umsatzveränderungen ein. Die MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH (Position 3) aus Hettstedt und die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH (Position 4) aus Freyburg konnten ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2018 deutlich steigern und ihre Positionierungen um jeweils zwei Plätze verbessern. Auf der Positionen 5 folgt die Novelis Deutschland GmbH (Werk Nachterstedt) mit einem leichten Umsatzrückgang. Der höchste Neueinsteiger in dieser Erhebung ist die GETEC Energie Holding auf Position 6. Auf Platz 7 folgt die Salutas Pharma GmbH aus Barleben mit einem gleich gebliebenen Umsatz. Während der Automobilzulieferer IFA Gruppe (Position 8) seinen Umsatz weiter steigern konnte, verzeichnete die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG (Position 9) einen leichten Umsatzrückgang, so dass die Unternehmen in diesem Jahr die Plätze tauschten. Die Top 10 schließen wie im Vorjahr die Stadtwerke Halle.

Insgesamt repräsentieren die Top 10 Unternehmen die Hälfte des Umsatzvolumens der 100 umsatzgrößten Unternehmen, beschäftigten jedoch nur ein Viertel der Arbeitnehmer.

Neben der GETEC Energie Holding GmbH (Position 6) konnten sich sieben weitere Unternehmen neu in der diesjährigen Erhebung positionieren: die G+E GETEC Holding GmbH (Position 12), die Saalemühle Alsleben GmbH (Position 38), die Jütro Tiefkühlkost GmbH (Position 45) aus Jessen, die OST BAU Osterburger Straßen-, Tief- und Hochbau GmbH (Position 70), die Industriebau Wernigerode GmbH (Position 85), die Paradiesfrucht GmbH (Position 94) sowie die S-Markt & Mehrwert GmbH & Co. KG (Position 100) aus Magdeburg.

Die 100 größten Unternehmen konnten ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2018 um vier Prozent auf 32 Mrd. Euro steigern. Die 92 Unternehmen, die auch im Vorjahr in der Liste vertreten waren, konnten ein Umsatzplus von zehn Prozent und ein Mitarbeiterwachstum um rund drei Prozent erreichen.

Standorte der 100 größten Unternehmen (nach Beschäftigung)

Wie in den Vorjahren konzentrieren sich die ökonomischen Aktivitäten im Land auf die städtischen Zentren Sachsen-Anhalts. Die Landeshauptstadt Magdeburg gewann zwei Notierungen und liegt mit aktuell 22 Nennungen großer Unternehmen weiterhin vor Halle mit 14 Unternehmenssitzen. Damit vereinnahmen Magdeburg und Halle mehr als ein Drittel aller mitarbeiterstärksten Unternehmen auf sich, darunter viele im Dienstleistungsgewerbe. Der nächstgrößere Standort ist Leuna mit vier Einträgen. Neben Bernburg sind die Städte Merseburg, Stendal, Wernigerode und Zeitz mit jeweils drei Einträgen auf der Karte verzeichnet. Eine Aufschlüsselung nach Landkreisen zeigt: Außerhalb der beiden Stadtzentren verzeichnen der Saalekreis und der Landkreis Harz mit jeweils elf Notierungen, gefolgt vom Salzlandkreis (neun Notierungen) eine starke Konzentration von Unternehmen, von denen viele im Verarbeitenden Gewerbe vertreten sind.


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