19.05.2014

NORD/LB-Studie: Industrie in Sachsen-Anhalt hat Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor erkannt

Investitionen in den Klimaschutz sind für die Industrie in Sachsen-Anhalt von zunehmender Bedeutung. Sachsen-Anhalts Energieeffizienz – gemessen als Primärenergieverbrauch je Wertschöpfungseinheit – liegt unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Dies ist aber vor allem auf die besondere Industriestruktur des Landes zurückzuführen, die stark von energieintensiven Branchen wie der Chemie geprägt ist.

Die Industrie in Sachsen-Anhalt hat die zunehmende Bedeutung der Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor erkannt und lenkt in einigen wichtigen Branchen höhere Anteile der Industrieinvestitionen in den Klimaschutz als im bundesdeutschen Durchschnitt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine von der NORD/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt erstellte Studie zur Energieeffizienz in der Industrie, die am Montag in Magdeburg vorgestellt wurde.

„Klimaschutz und Energieeffizienz sind verstärkt in das Bewusstsein von Entscheidungsträgern gelangt. Davon profitiert auch die sachsen-anhaltische Wirtschaft“, sagte Dr. Hinrich Holm, NORD/LB-Vorstandsmitglied mit Dienstsitz in Magdeburg. In Sachsen-Anhalt erziele die Wirtschaft mit Umweltschutzgütern und -leistungen einen Umsatz von 2,75 Mrd. Euro.

Angesichts steigender Energiekosten haben die Investitionen der Industrie in den Klimaschutz in Deutschland in den vergangen Jahren zugenommen. Bundesweit entfallen dabei nach Angaben der NORD/LB 59,1 Prozent aller Klimaschutzinvestitionen auf den Bereich Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung. Weitere 16,6 Prozent zielen auf die Verringerung von Emissionen und 24,3 Prozent auf die Nutzung erneuerbarer Energien. Die NORD/LB geht davon aus, dass die Investitionen in den Bereich Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung in Sachsen-Anhalt einen ähnlich hohen Anteil haben.

Durch das Innovationscluster „Intelligente, energie- und ressourceneffiziente regionale Wertschöpfungsketten in der Industrie“ am Fraunhofer Institut in Magdeburg eröffneten sich für die Industrie des Landes zudem Chancen für eine weitere gute Positionierung im wachsenden Markt für Klimaschutzinvestitionen. Nach den Berechnungen der NORD/LB hatte Sachsen-Anhalts Industrie in diesem Segment 2011 einen Anteil von 4,2 Prozent gegenüber einem Anteil von 2,4 Prozent an den gesamten deutschen Industrieumsätzen.

Anziehende Konjunktur in 2014

Hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung des Landes geben sich die Volkswirte der NORD/LB optimistisch: Zwar musste Sachsen-Anhalt 2013 einen Rückgang im Wirtschaftswachstum verkraften. Für 2014 wird aber eine deutlich anziehende Konjunktur erwartet, die insbesondere von einer verstärkten Investitionsbereitschaft getragen wird. Insgesamt folgt die BIP-Entwicklung Sachsen-Anhalts im Wesentlichen dem deutschen Verlauf.


PDF-Download:
>Sachsen-Anhalt Special Mrz/2014: Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor erkannt (PDF, 824 KB)


Kontakt:
Dr. Eberhard Brezski
Fon: +49 (0) 511 361-2972
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