27.05.2014

NORD/LB startet mit Gewinn ins Jahr 2014

  • Vorsteuerergebnis von 133 Mio. Euro im ersten Quartal
  • Harte Kernkapitalquote nach Basel III steigt auf 11 Prozent

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat im ersten Quartal 2014 einen Konzerngewinn in Höhe von 133 Mio. Euro vor Steuern erzielt, das Nachsteuerergebnis belief sich auf 92 Mio. Euro. Die ersten drei Monate des Vorjahres hatte die NORD/LB aufgrund deutlich erhöhter Aufwendungen für die Risikovorsorge mit einem Konzernergebnis vor Steuern von minus 46 Mio. Euro abgeschlossen. Im Gesamtjahr 2013 erzielte die NORD/LB einen Vorsteuergewinn von 161 Mio. Euro.

„Wir sind gut ins neue Jahr gestartet“, sagte Dr. Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der NORD/LB. „Obwohl wir weiterhin in hohem Maße Vorsorge für Risiken in der Schiffsfinanzierung bilden, konnten wir zum vierten Mal in Folge einen Quartalsgewinn verbuchen. Auch unsere Kapitalquoten haben sich weiter verbessert. Wir verdanken dies unserem robusten und bewährten Geschäftsmodell mit seinen stark diversifizierten Ertragsquellen, mit dem wir in der Lage sind, kontinuierlich Erträge zu erzielen und so die Belastungen aus der Schiffskrise mehr als auszugleichen.“

Das Zinsergebnis konnte mit 492 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 498 Mio. Euro) trotz anhaltend niedriger Zinsen und weiter zurückgeführter Bilanzsumme auf einem stabilen Niveau gehalten werden. Die Aufwendungen für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sanken von 241 Mio. Euro auf 100 Mio. Euro und entfallen dabei weiterhin überwiegend auf den Bereich Schiffsfinanzierung. Während sich die Nettozuführung zu Einzelwertberichtigungen auf 150 Mio. Euro (183 Mio. Euro) belief, ergab sich bei den Portfoliowertberichtigungen eine Nettoauflösung von 54 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal war es hier noch zu einer Nettozuführung von 66 Mio. Euro gekommen.

Der Provisionsüberschuss stieg auf 40 Mio. Euro (36 Mio. Euro). Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten einschließlich Hedge Accounting war mit 5 Mio. Euro nahezu ausgeglichen (minus 12 Mio. Euro).

Das Ergebnis aus Finanzanlagen betrug 35 Mio. Euro (40 Mio. Euro), das Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen belief sich auf minus 4 Mio. Euro (10 Mio. Euro). Das Sonstige betriebliche Ergebnis lag bei minus 24 Mio. Euro (minus 67 Mio. Euro). Der Verwaltungsaufwand sank leicht auf 291 Mio. Euro (294 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Umstrukturierung und Steuern beläuft sich damit auf 153 Mio. Euro (minus 30 Mio. Euro).

Das Umstrukturierungsergebnis in Höhe von minus 20 Mio. Euro (minus 16 Mio. Euro) enthält Aufwendungen für Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Kapitalstärkungsprogramm mit der EU-Kommission vereinbart wurden, sowie Aufwendungen für die Bereitstellung eines von der NORD/LB nicht in Anspruch genommen optionalen Garantierahmens der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Das Vorsteuerergebnis nach Umstrukturierungsaufwendungen beläuft sich damit auf 133 Mio. Euro (minus 46 Mio. Euro).

Bei Ertragsteuern in Höhe von 41 Mio. Euro ergibt sich ein Konzernergebnis nach Steuern von 92 Mio. Euro (minus 32 Mio. Euro). Das Gesamtergebnis der Periode, in dem auch das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis berücksichtigt wird, belief sich auf 123 Mio. Euro (94 Mio. Euro).

Bilanzsumme weiter zurückgeführt, Kapitalquoten steigen an

Die Bilanzsumme des NORD/LB Konzerns wurde weiter gezielt zurückgeführt und sank um 3,4 Mrd. Euro auf 197,4 Mrd. Euro (Jahresultimo 2013: 200,8 Mrd. Euro). Die Höhe der Risikogewichteten Aktiva (RWA) belief sich auf 66,8 Mrd. Euro (68,5 Mrd. Euro).

Die Eigenkapitalquoten des NORD/LB-Konzerns, die erstmals nach den seit Jahresbeginn geltenden neuen Regelungen der Eigenkapitalverordnung (CRR) berechnet wurden (Basel III „phased-in“), stiegen weiter an. Die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1 ratio) stieg auf 11,0 Prozent (Simulation per 31.12.2013: 10,3 Prozent). Die Eigenmittelquote (Total Capital ratio) erhöhte sich auf 13,9 Prozent (13,2 Prozent).

„Wir sind mit dem Jahresauftakt sehr zufrieden“, sagte Dunkel. „Natürlich darf man das erste Quartal nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen, wichtig ist aber, dass die zentralen Größen – Ergebnis, Bilanzsumme und Eigenkapitalquoten – in die richtige Richtung zeigen. Der geschäftliche Erfolg im ersten Quartal bestätigt uns in unserem Ziel, im laufenden Jahr erneut ein höheres Ergebnis als im Vorjahr zu erzielen. Auch für den anstehenden Stresstest durch die neue europäische Bankenaufsicht sind wir mit unseren verschiedenen Kapitalstärkungsmaßnahmen gut gerüstet.“


PDF-Download:
>Datenblatt Konzernabschluss für das erste Quartal 2014 (PDF, 39 KB)

Den Zwischenbericht zum 31. März 2014 finden Sie hier:
>NORD/LB Berichte

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30159 Hannover


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