30.05.2013

NORD/LB: Schiffskrise belastet Ergebnis im 1. Quartal

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat das erste Quartal 2013 mit einem Konzernergebnis vor Steuern und Umstrukturierung von minus 30 Mio. Euro abgeschlossen. Das Quartalsergebnis ist stark geprägt durch deutlich erhöhte Aufwendungen für die Risikovorsorge in Höhe von 241 Mio. Euro, die überwiegend auf den Bereich Schiffsfinanzierungen entfallen. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf minus 32 Mio. Euro. Im ersten Quartal 2012 hatte die Bank ein Ergebnis nach Steuern von 118 Mio. Euro erzielt.

„Wie wir erwartet hatten, stellt uns die anhaltende Krise in der Schiffsfinanzierung weiter vor große Herausforderungen”, sagte Dr. Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der NORD/LB. „Unseren operativen Erfolgen in anderen Geschäftsbereichen stand eine überdurchschnittlich hohe Risikovorsorge gegenüber. Natürlich können wir mit diesem Jahresauftakt nicht zufrieden sein. Was uns aber zuversichtlich stimmt, sind die starken Ergebnisbeiträge, die andere Kerngeschäftsfelder geliefert haben. Dies gilt für das Geschäft mit Firmenkunden, Institutionellen Kunden sowie  Immobilienkunden, aber auch für Projektfinanzierungen im Energie- und Infrastrukturbereich. Mit dem kontinuierlichen Ausbau unserer Marktposition in diesen Geschäftsfeldern schaffen wir jetzt die Basis für starke Ergebnisse in den Jahren nach der Schiffskrise.”

In einem Umfeld anhaltend niedriger Zinsen stieg das Zinsergebnis leicht auf 498 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 493 Mio.). Die Aufwendungen für die Risikovorsorge in Höhe von 241 Mio. Euro (33 Mio.) bestehen zu einem Großteil aus Nettozuführungen zu Einzelwertberichtigungen in Höhe von 183 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss lag bei 36 Mio. Euro (42 Mio.).

Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten einschließlich Hedge Accounting belief sich auf minus 12 Mio. Euro (5 Mio.). Das Ergebnis aus Finanzanlagen verbesserte sich auf 40 Mio. Euro (6 Mio.), während das Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen auf 10 Mio. Euro (minus 16 Mio.) anstieg. Der Verwaltungsaufwand belief sich auf 294 Mio. Euro (281 Mio.). Das Sonstige betriebliche Ergebnis, in dem eine Rückstellung für die Bankenabgabe für das Gesamtjahr 2013 enthalten ist, betrug minus 67 Mio. Euro (minus 27 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern und Umstrukturierungsaufwendungen belief sich damit auf minus 30 Mio. Euro (189 Mio.).

Das Umstrukturierungsergebnis in Höhe von minus 16 Mio. Euro umfasst Aufwendungen für Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Kapitalstärkungsprogramm mit der EU-Kommission vereinbart wurden, und beinhaltet insbesondere Rückstellungen für freiwillige Ausscheidensvereinbarungen. Damit ergibt sich ein Vorsteuerergebnis nach Umstrukturierungsaufwendungen von minus 46 Mio. Euro (189 Mio.) sowie ein Konzernergebnis nach Steuern und Umstrukturierung von minus 32 Mio. Euro (118 Mio.).

„Die Krise auf den Schifffahrtsmärkten wird uns auch in den kommenden Quartalen vor große Herausforderungen stellen”, sagte Dunkel. „Dank der erfolgreichen Entwicklung unserer anderen Geschäftsfelder sowie der Robustheit unseres Geschäftsmodells bleiben wir aber optimistisch. Wir halten deshalb auch an unserem Ziel fest, im Gesamtjahr 2013 ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Ergebnis zu erzielen.”


Den Zwischenbericht zum 31. März 2013 finden Sie hier:
>NORD/LB Berichte


PDF-Download:
>Datenblatt Konzernabschluss für das erste Quartal 2013 (PDF, 37 KB)

Ansprechpartner

NORD/LB Medien und Kommunikation
Friedrichswall 10
30159 Hannover


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