27.11.2014

NORD/LB: Neun-Monats-Ergebnis steigt auf 364 Mio. Euro

  • Bilanzsumme weiter zurückgeführt
  • Harte Kernkapitalquote erreicht 10,6 Prozent

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein Konzernergebnis in Höhe von 364 Mio. Euro vor Steuern erzielt. Das Nachsteuerergebnis belief sich auf 251 Mio. Euro.  Das entsprechende Vorjahresergebnis (108 Mio. Euro vor Steuern bzw. 112 Mio. Euro nach Steuern) konnte damit deutlich übertroffen werden.

„Wir sind mit der Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr durchaus zufrieden“, sagte Dr. Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der NORD/LB. „Die Zahlen für die ersten drei Quartale sind ein erneuter Beleg dafür, dass die NORD/LB sowohl krisenresistent als auch profitabel ist. Dies hat nicht nur der Stresstest gezeigt. Auch die am Markt erzielten Geschäftsergebnisse sind ein Beleg dafür, dass unser Geschäftsmodell funktioniert.“

Der Zinsüberschuss, der in der Gewinn- und Verlustrechnung der NORD/LB den weitaus größten Ergebnisbeitrag liefert, betrug in den ersten neun Monaten des Jahres 1.492 Mio. Euro. Trotz des weiterhin niedrigen Zinsumfelds und einer planmäßig zurückgeführten Bilanzsumme hat sich das Zinsergebnis damit erneut erhöht (Vorjahreswert: 1.476 Mio. Euro). Die Risikovorsorge wurde um 464 Mio. Euro (642 Mio. Euro) verstärkt, wobei der Großteil erneut auf die Schiffsfinanzierung entfiel. Dabei handelt es sich ganz überwiegend um die Bildung von Einzelwertberichtigungen.

„Wir bleiben unserer konservativen Risikostrategie treu und legen nach wie vor ein besonderes Augenmerk auf die Risikoabschirmung in der Schiffsfinanzierung. Dabei liegt unser Fokus auf individuellen und werterhaltenden Lösungen“, sagte Dunkel.

Der Provisionsüberschuss lag unverändert bei 124 Mio. Euro. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten einschließlich Hedge Accounting erhöhte sich auf 104 Mio. Euro (54 Mio. Euro). Das Ergebnis aus Finanzanlagen lag bei 66 Mio. Euro (2 Mio. Euro), das Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen belief sich auf minus 22 Mio. Euro (24 Mio. Euro).

Der Verwaltungsaufwand sank im Zuge eines Effizienzsteigerungsprogramms um 3 Prozent auf 829 Mio. Euro (852 Mio. Euro). Das Sonstige betriebliche Ergebnis belief sich auf minus 82 Mio. Euro (minus 21 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Umstrukturierung und Steuern stieg auf 389 Mio. Euro (165 Mio. Euro). Das Umstrukturierungsergebnis lag bei minus 25 Mio. Euro (minus 57 Mio. Euro). Es enthält Aufwendungen für Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Kapitalstärkungsprogramm mit der EU-Kommission vereinbart wurden. Das Vorsteuerergebnis stieg damit auf 364 Mio. Euro (108 Mio. Euro).

Nach Abzug der Ertragsteuern von 113 Mio. Euro (minus 4 Mio. Euro) ergibt sich ein Konzernergebnis nach Steuern von 251 Mio. Euro (112 Mio. Euro). Das Gesamtergebnis der Periode, in dem auch das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis berücksichtigt wird, belief sich auf 220 Mio. Euro (242 Mio. Euro).

Nach dem Stresstest: Weitere Kapitalstärkungen aus eigener Kraft

Im Rahmen der Bilanzsteuerung wurde die Bilanzsumme des NORD/LB Konzerns weiter zurückgeführt und lag zum 30.09.2014 bei 197,3 Mrd. Euro (Jahresultimo 2013: 200,8 Mrd. Euro). Die Höhe der Risikogewichteten Aktiva (RWA) belief sich auf 68,3 Mrd. Euro (68,5 Mrd. Euro).

Die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1 Ratio) lag bei 10,6 Prozent (simulierter Vergleichswert per 31.12.2013: 10,3 Prozent), die Eigenmittelquote (Total Regulatory Capital Ratio) bei 13,7 Prozent (13,2 Prozent). Beide Quoten werden seit Jahresbeginn nach den neuen Regelungen der Eigenkapitalverordnung CRR auf IFRS-Grundlage berechnet.

„Der Stresstest hat gezeigt, dass die NORD/LB auch in einem extremen Krisenszenario angemessen kapitalisiert ist“, sagte Dunkel. Bei den Ende Oktober veröffentlichten Ergebnissen der europaweit durchgeführten Bankenprüfung hatte die NORD/LB im adversen Szenario eine harte Kernkapitalquote von 8,8 Prozent erreicht und damit die geforderte Mindestquote von 5,5 Prozent deutlich übertroffen.

„Wir setzen unseren bereits vor einigen Jahren eingeschlagenen Kurs der Kapitalstärkung aus eigener Kraft weiter fort. Die guten Geschäftsergebnisse einerseits sowie weitere Maßnahmen zur Kapitalentlastung andererseits eröffnen uns auch zukünftig die Möglichkeit, unsere Kapitalquoten weiter zu erhöhen“, so Dunkel. „Wir hatten uns für 2014 das Ziel gesetzt, das Vorjahresergebnis zu verbessern. Dieses Ziel haben wir bereits deutlich erreicht, auch wenn sich die Dynamik des bisherigen Jahresverlaufs zuletzt erwartungsgemäß etwas abgeschwächt hat.“


PDF-Download:
>Datenblatt Konzernabschluss für das dritte Quartal 2014 (PDF, 58 KB)

Den Zwischenbericht zum 30. September 2014 finden Sie hier:
>NORD/LB Berichte

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30159 Hannover


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