26.09.2013

NORD/LB legt Studien zur Wirtschaftsentwicklung Sachsen-Anhalts vor

Die NORD/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt hat die wirtschaftliche Entwicklung Sachsen-Anhalts in einer Reihe von Studien untersucht, die am Donnerstag Journalisten in Magdeburg vorgestellt wurden. Demnach verlief das Wirtschaftswachstum in Sachsen-Anhalt seit 2010 weitgehend identisch mit dem der ostdeutschen Länder insgesamt. Weiterhin prägend für Sachsen-Anhalts Wirtschaft ist der industrielle Kern, wobei die Nahrungs- und Futtermittelindustrie sowie die Chemieindustrie die wichtigsten Branchen des Landes darstellen.

„Sachsen-Anhalts Wirtschaft ist insgesamt gut aufgestellt“, sagte Dr. Hinrich Holm, Vorstandsmitglied der NORD/LB, vor Journalisten in Magdeburg. „Das Land hat eine leistungsstarke und stabile industrielle Basis. Es hat eine gute Infrastruktur und viele zukunftsorientierte Forschungseinrichtungen, die die Entwicklung der Industrie unterstützen. Ich bin sehr zuversichtlich, was die weitere wirtschaftliche Entwicklung Sachsen-Anhalts anbelangt.“

Analysen zur Dienstleistungswirtschaft, Logistik und Energiewirtschaft

Dr. Eberhard Brezski, regionalwirtschaftlicher Analyst bei der NORD/LB, stellte die Studien vor, die schwerpunktmäßig die Entwicklungen in der Dienstleistungswirtschaft, der Logistik und der Energiewirtschaft untersuchen. „Der Dienstleistungsbereich stellt einen stabilisierenden Faktor für Sachsen-Anhalts Wirtschaft dar“, sagte Brezski. „Allerdings sind unternehmensnahe Dienstleistungen im Land bislang noch etwas unterrepräsentiert. Aufgrund der vorhandenen Forschungsstandorte in der Region bestehen hier aber deutliche Wachstumspotenziale.“

Relativ gut positioniert habe Sachsen-Anhalt sich im Bereich der Logistik. Die Branche habe die vorhandenen Stärken des Landes in der Infrastruktur genutzt und sich als wettbewerbsfähig erwiesen. Sachsen-Anhalt verfüge über eine Reihe von Forschungsinstituten, die logistikrelevante Technologien erforschten. Diese lieferten Impulse, die zu einem weiteren Ausbau der gesamten Dienstleistungswirtschaft genutzt werden könnten.

Die regionale Betrachtung zeige, dass die Logistikbranche vor allem in Landkreisen mit einer gut ausgebauten Industrie bedeutend sei. Dies zeige sich besonders deutlich im Saalekreis. Das Zusammenspiel von Logistik und Industrie habe hier auch zu einem über dem Landesdurchschnitt liegenden Wirtschaftswachstum geführt.

Die Energiewirtschaft sei in Sachsen-Anhalt insgesamt unterdurchschnittlich gewachsen. Dies gelte jedoch nicht für die Erneuerbaren Energien, die sich deutlich besser entwickelt hätten als im gesamtdeutschen Durchschnitt. Mittlerweile liege der Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch bei 14,6 Prozent und an der Bruttostromerzeugung bei 39,0 Prozent. Sachsen-Anhalt habe damit die Zielvorgabe der Bundesregierung für 2020 bereits mehr als erfüllt. Insofern könne Sachsen-Anhalt mit einiger Berechtigung als Land der Erneuerbaren Energien bezeichnet werden. Bereits seit 2006 produziere das Land mehr Strom als es verbrauche. Zu den Herausforderungen für die Energiewirtschaft Sachsen-Anhalts zähle es daher, überzeugende Lösungen für die Problematik der Speicherung sowie des Transports von Strom zu entwickeln.


PDF-Download:
Sachsen-Anhalt Report 01/2013: Logistikregion Mitteldeutschland im Aufwind
>Sachsen-Anhalt Report 02/2013: Quo vadis Dienstleistungswirtschaft? (PDF, 156 KB)
>Sachsen-Anhalt Special 2013: Energieland Sachsen-Anhalt - Mit vollem Wind voraus (PDF, 399 KB)


Kontakt:
Dr. Eberhard Brezski
Fon: +49 (0) 511 361-2972
>E-Mail senden

Ansprechpartner

NORD/LB Medien und Kommunikation
Friedrichswall 10
30159 Hannover


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