02.07.2012

NORD/LB erfüllt Kapitalanforderungen der EU

Hartes Kernkapital wird um weitere 1,25 Mrd. Euro erhöht.

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat im Rahmen ihres Kapitalstärkungsprogramms fristgerecht zum 30. Juni 2012 die erforderlichen Grundlagen geschaffen, um ihr hartes Kernkapital nach EBA-Definition um mindestens 1,25 Mrd. Euro zu erhöhen. Das hierfür aufgelegte Kapitalstärkungspaket 2 der Bank enthält verschiedene Maßnahmen wie Kapitalwandlungen und Gewinnthesaurierungen und soll, wie von der EBA im Dezember vergangenen Jahres festgelegt, bis zum 31.10.2012 umgesetzt werden. Seit Frühjahr 2011 wird die NORD/LB damit ihr hartes Kernkapital um insgesamt rund 3,27 Mrd. Euro gestärkt haben.

„Diese Kapitalstärkungsmaßnahmen sind nicht aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich geworden, die NORD/LB ist solide durch die Krise gekommen und außerordentlich erfolgreich am Markt. Mit den Maßnahmen folgen wir vielmehr den verschärften aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Banken in der Europäischen Union. Aber auch wenn diese Maßnahmen wirtschaftlich nicht erforderlich sind, stärken sie doch das finanzielle Rückgrat dieser Bank und machen uns noch robuster”, erklärte der Vorstandsvorsitzende der NORD/LB, Dr. Gunter Dunkel.

Die NORD/LB folgt mit den Kapitalmaßnahmen dem Beschluss des EU-Gipfels vom Oktober 2011, demzufolge große europäische Banken bis auf weiteres eine harte Kernkapitalquote (nach EBA-Definition) von mindestens neun Prozent aufweisen müssen. Mit den Maßnahmen wird die NORD/LB die erforderliche Mindestquote von 9 Prozent übertreffen.

Zu den aktuellen Maßnahmen des Kapitalstärkungspakets 2 zählt die Erhöhung des Stammkapitals (zuzüglich Agio) der vollkonsolidierten Konzerntochter Bremer Landesbank um insgesamt rund 608 Mio. Euro durch die Wandlung stiller Einlagen des Landes Bremen (480 Mio. Euro), des Sparkassenverbands Niedersachsen (51 Mio. Euro) und der NORD/LB (77 Mio. Euro). Diese Umwandlungen stärken das Kernkapital auf Konzernebene um 531 Mio. Euro. Durch diese Kapitalmaßnahmen verändern sich die Beteiligungsverhältnisse an der Bremer Landesbank voraussichtlich wie folgt: Der Anteil des Landes Bremen steigt von 7,5 auf 41,20 Prozent, der Anteil der NORD/LB sinkt von 92,5 auf 54,83 Prozent. Der Sparkassenverband Niedersachsen (SVN) ist zukünftig mit 3,97 Prozent an der Bremer Landesbank beteiligt.

Darüber hinaus wird das Stammkapital der Konzernmutter NORD/LB durch die Umstrukturierung einer Hybridanleihe des Landes Niedersachsen um 400 Mio. Euro gestärkt. Hierdurch verändern sich auch die Beteiligungsverhältnisse an der NORD/LB. Gegenüber dem 31.12.2011 ergeben sich folgende Veränderungen: Land Niedersachsen 59,13 Prozent (bislang: 56,03), Land Sachsen-Anhalt 5,57 Prozent (6,00), Sparkassenverband Niedersachsen 26,36 Prozent (28,36), Sparkassenbeteiligungsverband Sachsen-Anhalt 5,28 Prozent (5,68), Sparkassenbeteiligungszweckverband Mecklenburg-Vorpommern 3,66 Prozent (3,94).

Dem aktuellen Kapitalstärkungspaket 2 war im vergangenen Jahr bereits das Kapitalstärkungspaket 1 mit einem Volumen von knapp 1,7 Mrd. Euro vorausgegangen. Zusammen mit weiteren vorherigen Gewinnrücklagen in Höhe von rund 350 Mio. Euro beläuft sich das Gesamtvolumen des Kapitalstärkungsprogramms der NORD/LB damit auf insgesamt 3,27 Mrd. Euro.

Derzeit laufen Gespräche mit der EU-Kommission über die beihilferechtliche Bewertung der verschiedenen Kapitalstärkungsmaßnahmen, zu denen zusätzlich noch ein subsidiärer Garantierahmen der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zählt. „Wir befinden uns in konstruktiven Gesprächen. Wie wir erwartet haben, wird das bewährte Geschäftsmodell der Bank dabei nicht in Frage gestellt. Es wird anerkannt, dass die NORD/LB die Maßnahmen nicht aufgrund einer wirtschaftlichen Schieflage, sondern allein zur Erfüllung neuer regulatorischer Vorgaben der EU durchführt. Wir können heute einem Ergebnis aber natürlich noch nicht vorgreifen”, betonte Dunkel.


PDF-Download:
>Übersicht über Kapitalstärkungsmaßnahmen (PDF, 60 KB)

Ansprechpartner

NORD/LB Medien und Kommunikation
Friedrichswall 10
30159 Hannover


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