25.07.2012

EU genehmigt Kapitalstärkung der NORD/LB

Die EU-Kommission hat am heutigen Mittwoch wie erwartet die Kapitalstärkungsmaßnahmen der NORD/LB Norddeutsche Landesbank genehmigt. „Damit ist endgültig sichergestellt, dass die NORD/LB die verschärften Kernkapitalanforderungen der EU vollständig und fristgerecht erfüllt”, erklärte der Vorstandsvorsitzende der NORD/LB, Dr. Gunter Dunkel.

Grundlage für die Genehmigung ist ein Katalog von Zusagen, auf den sich die NORD/LB und die EU-Kommission verständigt haben. Diese Zusagen beziehen sich auf verschiedene Geschäftsfelder und legen dort Zielkundendefinitionen, Geschäftsvolumina oder Schwerpunktbildungen bei Geschäftsgebieten fest. „Das bewährte Geschäftsmodell der NORD/LB wird durch diese Zusagen nicht in Frage gestellt, sondern im Gegenteil bestätigt und gestärkt”, so Dunkel. „Die Zusagen und die darin vereinbarten Kennzahlen bedeuteten im Wesentlichen eine verbindliche Verpflichtung, unseren eingeschlagenen Weg verlässlich fortzusetzen.”

Das gelte auch für die strategische Planung der Bank für die nächsten Jahre, die beispielsweise einen kontrollierten moderaten Abbau der Bilanzsumme und der Risikoaktiva, eine kontinuierliche Thesaurierung von Gewinnen und eine Begrenzung der Verwaltungskosten vorsehe. „Die Vorstellungen der EU-Kommission stehen hiermit im Einklang. Dementsprechend konnten wir auch hier verbindliche Zusagen abgeben. Die Kommission erkennt dabei an, dass wir kein Stützungsfall sind und aus eigener Kraft gut durch die Krise gekommen sind. Wir haben die Kapitalstärkung nicht aus wirtschaftlicher Notwendigkeit heraus vorangetrieben, sondern weil wir die verschärften EU-Anforderungen erfüllen wollen und müssen.”

Da der Großteil der Zusagen eine Bestätigung und Fortschreibung des Geschäftsmodells und der strategischen Planung der Bank bedeute, seien nur vereinzelt Adjustierungen erforderlich, beispielsweise die Schließung kleinerer Repräsentanzen in Mumbai, Beijing und Madrid bei gleichzeitigem Fortbestand der wichtigen Auslandsniederlassungen. Hiervon werde das Geschäftsmodell jedoch nicht berührt. Ebenfalls sei vereinbart worden, dass die zu erwartenden Dividenden der nächsten zwei Jahre nicht an die Träger ausgeschüttet, sondern zunächst in den Gewinnvortrag der Bank fließen werden. Dieser könne anschließend allerdings nachträglich ausgeschüttet werden, wenn die Ertrags- und Kapitalentwicklung der Bank weiterhin plangemäß verläuft.

Die verschiedenen Kapitalmaßnahmen und die damit verbundenen Zusagen seien formal zusammengefasst in einem so genannten Restrukturierungsplan. „Restrukturierung bedeutet in unserem Falle eine Veränderung der Zusammensetzung unseres Eigenkapitals, bei der das harte Kernkapital deutlich gestärkt wurde. Diese Stärkung hat die NORD/LB noch robuster und krisenfester gemacht. Die Struktur der Bank und ihr Geschäftsmodell bleiben dabei unverändert. Wir können und werden unseren Kurs entschlossen und selbstbewusst weiterverfolgen.”

Zu den Kapitalstärkungsmaßnahmen, die die EU-Kommission heute genehmigt hat, zählen das Kapitalstärkungspaket 1 mit einem Volumen von 1,67 Mrd. Euro, das bereits zum Ende des vergangenen Jahres umgesetzt wurde, das Kapitalstärkungspaket 2 mit einem Volumen von rund 1,25 Mrd. Euro, für das bereits alle rechtlichen Voraussetzung erfüllt sind und das bis Mitte August umgesetzt sein wird, sowie ein subsidiärer Garantierahmen der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Ansprechpartner

NORD/LB Medien und Kommunikation
Friedrichswall 10
30159 Hannover


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