22.01.2018

Verbesserte Konjunkturaussichten in Sachsen-Anhalt

- Auslandsumsatz der Industrie wesentlicher Wachstumstreiber

Im Jahr 2017 hat die deutsche Wirtschaft den konjunkturellen Aufschwung fortgesetzt und eine deutlich höhere Dynamik an den Tag gelegt, als zu Beginn des Jahres zu erwarten war. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg deutschlandweit um 2,2 Prozent. Für 2018 wird ein weiteres Wachstum um 2,6 Prozent erwartet. Auch das Bundesland Sachsen-Anhalt hat an dieser Entwicklung teil, wenngleich in einem weiterhin etwas geringeren Rahmen. In Sachsen-Anhalt ist für 2018 dennoch von einem soliden Wachstum von 1,4 Prozent bzw. von einem realen BIP-Wachstum von 1,0 Prozent auszugehen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine volkswirtschaftliche Studie der NORD/LB Norddeutsche Landesbank.

Das Wachstum geht unter anderem auf das Verarbeitende Gewerbe zurück. Hierzu hat das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 9,3 Prozent deutlich stärker beigetragen als das Inlandsgeschäft mit plus 2,2 Prozent. Im deutschlandweiten Vergleich von 6,4 Prozent liegt Sachsen-Anhalt im Auslandsgeschäft weit vorne. Im Branchenvergleich zeigen sich vor allem die Nahrungs- und Futtermittelindustrie (plus 5,5 Prozent), die Metallerzeugung und -bearbeitung (plus 8,7 Prozent), die Chemie (plus 9,1 Prozent), der Maschinenbau (plus 4,4 Prozent) und die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (plus 7,7 Prozent) als Wachstumstreiber.

Die Exportquote Sachsen-Anhalts ist in 2017 ebenfalls deutlich gestiegen. Die Auslandsumsätze der Industrie lagen kumuliert per Ende Oktober 2017 um 9,3 Prozent höher als im Vorjahr und liegen abermals über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 6,4 Prozent. Vor allem zugenommen haben die Exporte nach Großbritannien (plus 9,6 Prozent), in die Niederlande (plus 15,1 Prozent)) und nach Belgien (plus 26,8 Prozent), während die Exportquote in die USA und nach Frankreich sanken (minus 5,4 Prozent bzw. minus 6,5 Prozent). Der Auslandsumsatz der Industrie war in den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 ein wesentlicher Wachstumstreiber der sachsen-anhaltinischen Wirtschaft.

Die Fortsetzung der konjunkturellen Entwicklung hat sich auch bei der Entwicklung der Beschäftigungszahlen in Sachsen-Anhalt ausgewirkt. Im Jahr 2017 lag die Arbeitslosenquote in allen Monaten unter dem Vorjahresniveau. Per Juni 2017 waren 1,3 Prozent mehr  sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gemeldet als im Vorjahr. Die Zahl der von den Unternehmen als frei gemeldeten Stellen  war im Jahresdurchschnitt 2017 um 12,1 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Dies sei ein Indikator für die Zuversicht der sachsen-anhaltischen Wirtschaft, erklärte Dr. Hinrich Holm, Mitglied des Vorstandes der NORD/LB in Magdeburg: „Das sind sehr gute Nachrichten für unser Bundesland. Wir erwarten, dass sich die Beschäftigungszahlen auch 2018 weiter verbessern. Das bedeutet, Sachsen-Anhalt kommt voran.“


PDF-Download:
>Sachsen-Anhalt Special Jan/2018: Konjunkturausblick Sachsen-Anhalt (PDF, 151 KB)


Über die NORD/LB

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank gehört mit einer Bilanzsumme von 165 Mrd. EUR zu den führenden deutschen Geschäftsbanken. Zu den Kerngeschäftsfeldern zählen Strukturierte Finanzierungen im Energie- und Infrastruktursektor, die Schiffs- und Flugzeugfinanzierung, das Firmenkundengeschäft, die gewerbliche Immobilienfinanzierung, das Kapitalmarktgeschäft sowie Privat-und Geschäftskunden einschließlich Private Banking. Die Bank hat ihren Sitz in Hannover, Braunschweig und Magdeburg. Die NORD/LB verfügt zudem über Niederlassungen in Bremen, Oldenburg, Hamburg, Schwerin, Düsseldorf, München, und Stuttgart. Außerhalb Deutschlands ist die NORD/LB mit einer Pfandbriefbank (NORD/LB Covered Bond Bank) in Luxemburg sowie mit Niederlassungen in London, New York, Singapur und Shanghai vertreten.

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