Deutsche Hypo

Den bisher nachweisbarsten i.S.v. detailliert messbaren Effekt auf die positive Nachhaltigkeitsbilanz des NORD/LB Konzerns weist das Geschäftsfeld Gewerbliche Immobilienfinanzierung unter der Marke Deutsche Hypo auf. Bereits vor Verlautbarung der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen und der Klima-Taxonomie der Europäischen Gemeinschaft etablierte die Deutsche Hypo ihre grüne Wertschöpfungskette von der Kreditvergabe bis zur Verbriefung in Wertpapiere und andere Schuldtitel auf der Basis der Energieeffizienz der finanzierten Gebäude und letztlich des verbrieften Portfolios.

Green Banking bei der „Deutschen Hypo, ein Unternehmen der NORD/LB“ 2015-2021, heute fortgeführt als „Deutsche Hypo, NORD/LB Real Estate Finance“

Im Jahr 2015 reifte bei der Deutschen Hypo die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit mehr als nur ein „einfacher Trend“ ist. Dadurch, dass die Bank von jeher hauptsächlich den jeweils modernsten Immobilienstandard oder aber Renovierungsmaßnahmen finanzierte, war schnell klar, dass über die Energieersparnis dieser Gebäude ein beweisbarer Mehrwert entsteht: im sog. „impact reporting“ wird die Energieeinsparung auf Portfoliobasis errechnet und in Form von Wertpapieren verbrieft. Es erfolgte die Initiierung eines Neuproduktprozesses (NPP), wobei nach strengen Energieverbrauchskriterien (gemessener Endenergiebedarf in kWh/m2 pro Jahr, s. auch link zum Green Bond Reporting) ein Portfolio energieeffizienter Gebäude identifiziert wurde und diese Objekte im bestandsführenden System eine Markierung erhielten. Weiterhin ging es darum, die Kreditprozesse von der Akquisition bis zur Auszahlung neu zu strukturieren sowie die Refinanzierung mit grünen Produkten zu organisieren. Die Kriterien wurden jährlich von der internen „Green Building Commission“ überprüft; nach und nach kamen weitere investorenrelevante Kriterien dazu. Anleger definierten z.B. nicht nur Energieausweise und –zertifikate zum jeweiligen Finanzierungsobjekt als bedeutend, sondern auch die Nähe zum öffentlichen Personennahverkehr und die im Bauvorgang u.U. versiegelte Bodenart (Neubau auf vorher bebautem Land vs. Neubau auf Grünfläche; sog. „brownfield“ vs. „greenfield“).

Entsprechend dieser Kriterien verlief die Dotierung des grünen Portfolios, auf dessen Basis dann die Emission grüner Wertpapiere bzw. Schuldtitel erfolgte. Im Jahr 2017, also nach zwei Jahren Vorarbeit, erfolgte die Emission des ersten Grünen Pfandbriefes im Benchmark-Format in Höhe von 500 Mio €. „Grüner Pfandbrief“ ist eine Marke des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp), die für einen hohen Qualitätsstandard steht (link zum vdp). Schnell folgte ein weiterer Grüner Pfandbrief, ebenfalls im Benchmark-Format. In der Folge brachte die Deutsche Hypo 388 Mio € in diversen Privatplatzierungen kleinere Stückelungen als ungedeckte Schuldverschreibungen an den Markt bzw. nahm Liquidität in Form Grüner Termingelder auf. Alle diese Transaktionen trafen auf rege Investorennachfrage. Die Deutsche Hypo realisierte schnell, dass es sich hier um einen eigenständigen, auf Nachhaltigkeit fokussierten und damit sehr loyalen Kundenkreis handelt, welcher die Investorenbasis wahrnehmbar verbreitert.

Die Bank implementierte außerdem das Produkt „Green Loan" und stärkte hiermit ihren Auftritt als kompetenter Geschäftspartner bei der Finanzierung energieeffizienter Gebäude. Sie definierte Kriterien wie den Energieverbrauch, das Baujahr, die Zertifizierung, die Entfernung zum Öffentlichen Personen-Nahverkehr und die Bausubstanz und incentivierte diese nachhaltigen Eigenschaften, indem bei der Margen- bzw. Preisgestaltung die positiven Gebäudeeigenschaften gleichfalls positiv wirkten.

Am 1. Juli 2021 wurde die Deutsche Hypo mit der NORD/LB fusioniert, so dass diese jetzt nicht nur die Gesamtrechtsnachfolge antritt, sondern auch den grünen Marktauftritt weiter fortschreibt. Für weitere Informationen sowie das Green Bond Reporting und die Second Party Opinion von ISS ESG siehe https://www.deutsche-hypo.de/green-banking.

Zum Green Bond Framework

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