AIESEC

Werden Sie „Global Volunteer“ mit der NORD/LB und AIESEC

Im Rahmen der kompetenzorientierten Traineeentwicklung hat die NORD/LB im Jahr 2016 erstmals mit der internationalen non-profit-Studentenorganisation AIESEC kooperiert und fünf freiwillige Trainees im Rahmen des Global Volunteer-Programms in verschiedene Winkel der Welt geschickt. In den Entwicklungs- und Schwellenländern arbeiteten die jungen Leute in Projekten, lehrten Deutsch und andere Fächer, kümmerten sich um Kinder, knüpften Kontakte zu Einheimischen und wuchsen in ihre Rolle als Kulturbotschafter hinein. Zurück kamen fünf gereiftere Persönlichkeiten, die etwas über sich, ihre eigenen Werte und Vorstellungen, die eigene und die fremde Kultur gelernt hatten und vor allem auch, dass die Menschen am Ende immer noch mehr verbindet als trennt. Lesen Sie im Folgenden selbst, was die Trainees während ihrer Aufenthalte erlebt haben.

Erfahrungsbericht von Björn Simon

Nairobi, Kenia

Das Abenteuer begann, als ich erst kurz vor dem Abflug nach Kenia erfuhr, wo ich schlafen werde. Als ich in der Wohnung ankam, war Ernüchterung angesagt: kein Bett, kein Tisch, kein Kühlschrank, geschweige denn Fernseher oder W-Lan. Erst am Sonntag Abend erfuhr ich, wohin ich am Montagmorgen zur Arbeit musste.

Ich lehrte die Fächer Mathe, Englisch, Science, Geschichte und Sport im Grace Community Childrens‘ Home in Kahawa West, einem Slum in Nairobi. Das Heim mit integrierter Schule beherbergt 86 Kinder vom Babyalter bis 17 Jahre, von denen die meisten Waisen sind oder auf der Straße gefunden wurden. Auch außerhalb der Unterrichtszeit gab es viel zu tun. Sei es in der Küche auszuhelfen, die Betten zu machen, Bänke zu reparieren oder einfach Zeit mit den Kindern zu verbringen. Es stellte sich heraus, dass Lehrer in diesem Umfeld zu sein deutlich anstrengender ist, als man vermuten mag.

Nichtsdestotrotz hat die Arbeit unglaublich viel Spaß gemacht und die Liebe und Dankbarkeit, die ich von den Kleinen zu spüren bekam, waren die größtmögliche Motivation. Es ist großartig mit anzusehen, wie viele dieser Kinder, die so viele Niederschläge im Leben verkraften mussten, trotzdem Träume und Ziele haben irgendwann einmal Arzt, Pilot, Anwalt oder ähnliches zu werden. Insgesamt war die Zeit in Nairobi die erwartet schwere Herausforderung.


Impressionen

Erfahrungsbericht von Hermann Bohnenkamp

St. Petersburg, Russland

Mein Projekt habe ich in der Zarenstadt St. Petersburg  absolviert. Bereits am Flughafen wurde ich sehr warmherzig begrüßt und von fünf Personen mit einem Plakat „Hermann, herzlich Willkommen in St. Petersburg“ abgeholt.

Im Projekt habe ich Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren zu den Themen Kultur, Führung, globale und soziale Probleme, Toleranz und Berufswahl unterrichtet. Beispielsweise habe ich zum Themenblock Führung  Otto von Bismarck vorgestellt und bin dabei insbesondere auf seine Zeit  als Botschafter in St. Petersburg eingegangen, um die Relevanz der deutsch-russischen Beziehungen zu betonen. Den Unterricht haben wir im Zweierteam mit einem anderen ausländischen Praktikanten durchgeführt. Dadurch habe ich nicht nur viel über die russische Kultur gelernt, sondern auch über die Kulturen der jeweiligen Länder der anderen Praktikanten. Am letzten Tag meines Projekts fand eine Abschlussveranstaltung mit über 100 Schülern statt, die mit Gesangseinlagen sowie Vorträgen der Schüler und Praktikanten ein voller Erfolg war.

Gewohnt habe ich mit drei russischen Studenten in einer Wohngemeinschaft. Neben der Arbeit blieb auch ausreichend Zeit, um die unzähligen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen.

Das Projekt in St. Petersburg hat meine Erwartungen deutlich übertroffen, da ich einen sehr guten Einblick in ein anderes Werte-, Sozial-, Wirtschafts- und Gesellschaftssystem gewinnen konnte. Weiterhin wurde mein politisches und historisches Verständnis über globale Problemstellungen geschärft und ich konnte meine Sozial-, Sprach-und Methodenkompetenz verbessern.


Impressionen

Ansprechpartner

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