AIESEC

Werden Sie „Global Volunteer“ mit der NORD/LB und AIESEC

Im Rahmen der kompetenzorientierten Traineeentwicklung hat die NORD/LB im Jahr 2016 erstmals mit der internationalen non-profit-Studentenorganisation AIESEC kooperiert. Im vergangenen Jahr 2017 hat die NORD/LB und AIESEC erneut freiwillige Trainees im Rahmen des Global Volunteer-Programms in verschiedene Winkel der Welt geschickt. In den Entwicklungs- und Schwellenländern arbeiteten die jungen Leute in Projekten, lehrten Deutsch und andere Fächer, kümmerten sich um Kinder, knüpften Kontakte zu Einheimischen und wuchsen in ihre Rolle als Kulturbotschafter hinein. Zurück kamen sieben gereiftere Persönlichkeiten, die etwas über sich, ihre eigenen Werte und Vorstellungen, die eigene und die fremde Kultur gelernt hatten und vor allem auch, dass die Menschen am Ende immer noch mehr verbindet als trennt. Lesen Sie im Folgenden selbst, was die Trainees während ihrer Aufenthalte erlebt haben.

Erfahrungsbericht von Jakob Rose

Cash und Trash in der „Megacity“ Jakarta

Während meines Umweltprojektes im Zentrum der größten Wirtschaftsnation Südostasiens eröffneten sich mir zwei Perspektiven, die nicht gegensätzlicher hätten sein können. Zum einen imponierte Jakarta mit riesigen Shopping Malls, Wolkenkratzern und einem Gefühl von Sicherheit und Wohlstand. Zum anderen zeigte sich nur wenige Gehminuten entfernt eine andere Seite, die maßgeblich von Armut und Umweltverschmutzung geprägt war. 

Mein Projekt zeichnete sich maßgeblich durch die Internationalität der TeilnehmerInnen und das abwechslungsreiche Programm aus. Durch die gemeinsame Unterbringung in einem Basecamp wurde sowohl das Teamwork gestärkt als auch die interkulturelle Kompetenz gefördert. Unser Aufgabenportfolio umfasste das Unterrichten zu umweltrelevanten Themenstellungen in unterschiedlichen Jahrgangsklassen und aktive Umweltschutzmaßnahmen, wie z.B. das Pflanzen von Mangroven, das Reinigen von Stränden sowie das Fundraising für Zukunftsprojekte.

Aus der Vielzahl der positiven Erfahrungen wird mir die wertschätzende Würdigung der indonesischen SchülerInnen im Rahmen der Unterrichtseinheiten in besonderer Erinnerung bleiben. Die uns entgegengebrachte Dankbarkeit war überwältigend. Auch wenn ich nur einen kleinen ökologischen Fußabdruck in Indonesien hinterlassen konnte, hoffe ich, dass im Rahmen der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung die ökologischen Aspekte einen höheren Stellenwert erfahren werden. Denn: „Wake up, Indonesia is great“.


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Erfahrungsbericht von Henning Walten

Die Mischung macht’s: Soziales Engagement und interkultureller Austausch in der Millionenmetropole Seoul

Hätte mir jemand gesagt, dass ich in meiner Traineezeit die Grenze nach Nordkorea überschreiten würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Aber genau so ist es gekommen. Aber alles von Anfang an:

In der Zeit von Anfang Juli bis Mitte August war ich Teil eines Projektteams in Südkoreas Hauptstadt Seoul, welches sich zum Ziel gesetzt hatte, Kindern im Alter zwischen 5 und 12 Jahren aus schwierigen Verhältnissen und einkommensschwachen Familien die englische Sprache näher zu bringen. Aufgrund der kaum bis gar nicht vorhandenen englischen Sprachkenntnisse der Kinder war das gar nicht so einfach. Mit Händen und Füßen entwickelte sich dennoch eine Unterrichtsgestaltung, die viel mehr den gemeinsamen Spaß als Lehrinhalte in den Vordergrund rückte.

Verlassen habe ich Korea mit dem guten Gefühl, den Kindern eine schöne Zeit und eine besondere Erfahrung ermöglicht zu haben. Auch habe ich in dieser Zeit weit über meinen eigenen Tellerrand geschaut und bin für 6 Wochen in eine mir zuvor völlig fremde Welt eingetaucht. Und wenn die Kinder dann noch ein wenig Englisch gelernt haben … was will ich mehr.

Ach ja, meine „Grenzerfahrung“. Das letzte Wochenende habe ich für eine Tour an die innerkoreanische Grenze genutzt. Innerhalb einer Verhandlungsbaracke in Panmunjeom, welche direkt auf der Grenze gebaut wurde, habe ich dann (wenn auch nur für wenige Minuten) de facto die Grenze nach Nordkorea überquert, um jedoch kurz darauf wieder in den Süden zurückzukehren. Sicher ist sicher!


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Erfahrungsbericht von Nina Fieweger

Kolumbien, Medellín: Erfahrungen aus einer Metropole, die einst als gefährlichste Stadt der Welt galt

Dass ich mich für die Stadt entschied, die weltweit als Synonym für Drogenkrieg galt, wurde mir erst kurz vor meiner Abreise bewusst. Vor Ort wurde ich eines Besseren belehrt, das Image ist nahezu Vergangenheit, die Lebensfreude ist enorm und 2014 wurde Medellín sogar als weltweit innovativste Stadt betitelt.

In Zusammenarbeit mit den staatlichen Bibliotheken unterstützte ich bei Streetwork-Aktivitäten. Mit Kindern aus ärmeren Kommunen spielten wir Spiele, bastelten oder lasen gemeinsam in Büchern. Herausfordernd für mich war dabei die sprachliche Barriere. Ich hatte keinerlei Spanischkenntnisse. Erstaunlich war, wie gut die Zusammenarbeit mit den Kindern dennoch gelang. Sie lehrten mich Spanisch und ich Ihnen Englisch. Bewundert hat mich ihre Lebensfreude. Sie lebten unter armen Umständen teils umgeben von Drogenabhängigen, spürten dennoch keinerlei Furcht oder Angst und waren ständig am Lachen. Vor ein paar Jahren, so sagte man mir, herrschte noch ein anderes Klima.

Untergekommen war ich in einem Studentenhaus. Hier wohnte ich mit acht weiteren Volunteers aus der ganzen Welt. Die Umstände waren einfach, wir hatten nur kaltes Wasser, Betten die aus Holzpanelen bestanden und Dächer die an Wellplatten für Gartenlauben erinnerten. Gestört hat mich das nicht, ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, haben Ausflüge gemacht, gemeinsam Spanisch gelernt, internationale Gerichte gekocht und über unsere kulturellen Unterschiede diskutiert.


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Erfahrungsbericht von Patricia Kölle

Von der Bank ins Kinderheim: Überwältigend, aber schwer zu verarbeiten

Mit AIESEC habe ich die Chance ergreifen können, an einem sozialen Projekt auf Mauritius teilzunehmen. Als ich ankam, konnte ich kaum glauben, dass 40 AIESEC Teilnehmer in einem kleinen Haus leben sollten. Da unter ihnen kaum westliche Kulturen vertreten waren, war der Alltag aber besonders spannend – ein Kenianer, der sonst mit Feuer kocht, war vom Herd begeistert; eine Tunesierin konnte die Waschmaschine nicht bedienen, da das ihre Diener übernehmen.

Nach einem kurzen Einsatz in einer Einrichtung für Kinder mit schwierigen Hintergründen (z.B. Eltern im Gefängnis) haben wir in einem zweiten Projekt Kinder in einem Heim für Opfer sexueller Misshandlung betreut. Die Kinder sind 2-18 Jahre alt und leben aus Schutzgründen hinter verschlossenen Türen. So war es nicht verwunderlich, dass sie zunächst eingeschüchtert oder sogar verängstigt waren. Gleichzeitig war es für sie so spannend, Menschen „von draußen“ kennenzulernen, dass wir im Lauf der Zeit immer engere Freundschaften aufbauen konnten. Ich habe die Kinder zu Psychiatersitzungen und sonstigen Arztbesuchen begleitet, manchmal haben wir auch einfach nur gespielt. Einen Gemüsegarten haben wir auch angelegt. Da das Heim keine „Kindergärtner“ beschäftigen kann, sondern nur Mitarbeiter, die sich um den Haushalt kümmern, haben sich die Kinder sehr über die „neue“ Aufmerksamkeit gefreut. Natürlich war der Abschied dann schwer! Dafür habe ich eine Patenschaft für 2 Kinder übernommen und halte engen Kontakt.


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Erfahrungsbericht von Sabrina Tiefuhr

Als Deutschland-Botschafterin in Hong Kong: Eine abenteuerliche, lehrreiche und unvergessliche Zeit

Meine Entscheidung für eines der über 4.000 Projekte im Bereich des Global Volunteer Programms von AIESEC war schnell getroffen: Ich wollte nach Hongkong! Nicht nur die asiatische Metropole faszinierte mich, sondern auch das angebotene Projekt. NAKUPENDA hieß es, was in Swahili so viel bedeutet wie „Ich liebe dich!“.

Am Flughafen wurde ich herzlich in Empfang genommen und zu meiner Unterkunft gebracht. Diese teilte ich mir mit den anderen Projektteilnehmern. Da es sich um ein Kulturaustauschprogramm handelte, wurde die Auswahl der Teilnehmer so gestaltet, dass aus jedem Land nur eine Person zugelassen wurde und die Herkunftsländer eine hohe Diversität aufweisen sollten. Somit waren neben Deutschland, Spanien, Türkei, Kanada, Indonesien, Malaysia, Ägypten sowie Nigeria vertreten. Zugegeben, anfangs war es schon etwas ungewohnt sich mit sieben fremden Menschen ein relativ kleines Zimmer zu teilen. Aber schon bald hätte ich gar nicht mehr tauschen wollen.

Das Projekt bestand aus drei Teilen: Einem viertägigen Sommercamp für 120 Schulkinder unterschiedlichen Alters, Schulworkshops an verschiedenen lokalen Schulen sowie einem großen Kulturevent in einer Shoppingmall. Unsere Aufgabe war es als Botschafter für unser Land zu fungieren. So haben wir den Kindern und Jugendlichen viel über unsere Kultur sowie unsere Traditionen beigebracht und mit ihnen über soziale Problemstellungen in unserem Land diskutiert.

Rückblickend hatte ich in Hongkong eine abenteuerliche, abwechslungsreiche und unvergessliche Zeit. Auch habe ich selbst noch sehr viel über andere Kulturen gelernt und ganz nebenbei noch mein Englisch aufgefrischt. Die Teilnahme an AIESEC war definitiv ein Highlight meines Traineeprogramms und ich bin froh, dass mir die NORD/LB eine derartige Erfahrung ermöglicht hat.


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