Die weltweite Pandemie hat auch uns Azubis getroffen. Anfang März begann gerade mein viertes Semester an der Leibniz-FH. Wie mein Studium in dieser ungewöhnlichen Lage weiterging und wie ich Ende Mai anschließend in die Praxis übergegangen bin, berichte ich in diesem Artikel

Gerade als sich mein duales Studium in Wirtschaftsinformatik nach Neujahr der Halbzeit näherte, hörte ich schon erste Schlagzeilen zum Coronavirus. Dass die Pandemiewelle im März auch Hannover noch so schnell erreichen würde, hätte ich nicht gedacht. Genau zu dieser Zeit begann nämlich mein viertes Semester an der Leibniz-FH. Auf einmal stand die Frage im Raum, wie es jetzt für mich weitergeht. Meine Ungewissheit war groß und ich hatte die Befürchtung, in Quarantäne gehen und mein Studium pausieren zu müssen. Nach mittlerweile drei Monaten blicke ich jetzt auf diese Zeit zurück und bin positiv überrascht, wie es seinerzeit tatsächlich weiterging. Doch wie?

Die ersten beiden Wochen zu Beginn des vierten Semesters bin ich noch zur Fachhochschule gegangen, doch danach sollten wir vorerst zuhause bleiben und das Studium online fortsetzen.
Die meisten Vorlesungen wurden von unseren Dozenten online über "Teams" abgehalten, einer Kommunikationsplattform von Microsoft Office. Da die Dozenten mit Teams gut umgehen konnten, ihren Bildschirm mit uns teilten und einige die Unterlagen über ein Tablet auch durch eigene Verschriftlichungen ergänzen konnten, brauchten wir inhaltlich auf nichts zu verzichten. In Vorlesungen, wie z. B. im Programmieren oder Controlling, kamen wir auf diese Weise gut voran und konnten unsere Dozenten bei Fragen jederzeit per Chat oder klassisch per Mail erreichen. Bei einigen Dozenten durften wir die Vorlesungen über Teams sogar aufnehmen. Dies ermöglichte uns, die Aufnahmen im Nachgang wieder anzusehen oder verpassten Stoff nachzuholen.
Den Stoff von zwei weiteren Fächern erarbeiteten wir uns im Selbststudium, was angesichts des verständlichen und selbsterklärenden Inhalts gut machbar war. Und wenn doch etwas unverständlich war, halfen unsere Dozenten uns gerne weiter. 
Unsere Projektarbeit und unsere Vorträge gingen ebenfalls über Teams weiter. Dies mindestens genauso effizient und gut verlieft, wie sonst im Präsenzbetrieb in der Fachhochschule.
Meine 20-minütige Englischpräsentation habe ich beispielsweise reibungslos über das Screensharing vortragen können. Im Mai fanden unsere Klausuren allerdings wieder in der Fachhochschule statt, natürlich mit genügend Sicherheitsabstand und der Klausurenaufsicht, die wie gewohnt alles im Blick hatte ;)

Während der Pandemie-Zeit kam es auch zu einigen zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen in der NORD/LB. So konnte und sollte die Hälfte der Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten, was auch diejenigen Azubis von uns betraf, die zu der Zeit im Unternehmen eingesetzt waren. Nachdem meine letzte Klausur geschrieben war, kam auch ich Ende Mai wieder ins Unternehmen. Es gibt noch immer coronabedingte Regelungen, die mit der Zeit jedoch gelockert oder aufgehoben werden. Für uns Azubis wurden diese inzwischen fast komplett aufgehoben, sodass wir nur an einzelnen Tagen und nach Absprache von zuhause aus arbeiten können.

Nach fast drei Monaten Online-Studium war es für mich eine Umstellung, tatsächlich wieder vor Ort zu sein. Nach der kleinen Abschottung habe ich mich aber gefreut, wieder in meinem Arbeitsumfeld aktiv zu sein und meine Kollegen und die anderen Azubis wiederzusehen. Auch wenn wir noch immer auf den richtigen Abstand achten, neue Regeln im Betriebsrestaurant befolgen, weiterhin vorsichtig sind und natürlich immer unsere Hände waschen, kehrt unser Arbeitsalltag langsam wieder zur Normalität zurück. Damit auch der Spaß am Arbeiten in der Bank, der aber auch zuhause nie wirklich weg war!

Bleibt auch ihr weiterhin gesund und passt auf euch auf!

Bis zum nächsten Artikel! :)


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