Lena

>Neuer Dresscode?

Veröffentlicht am 21.06.2017
>Lena

Wer kennt es nicht, das typische Bild des Bankberaters - Anzug, Hemd und Krawatte oder Blazer zur passenden Stoffhose. Doch ist dieser Kleidungsstil überhaupt noch angemessen? Auch wir in der BLSK haben uns diese Frage gestellt. Die Antwort soll ein Pilotprojekt bieten.

Bei dem Projekt, an dem unter anderem die Filiale in Cremlingen teilnimmt, in der ich zur Zeit eingesetzt bin, geht es darum etwas Neues auszuprobieren. Es soll herausgefunden werden, wie der moderne Bankberater von heute seinen Kunden gegenübertreten soll und kann, sodass sowohl er, als auch der Kunde sich im Gespräch wohlfühlen.  Außerdem soll festgestellt werden, welchen Einfluss die Kleidung auf die Qualität des Gespräches hat.

Uns war es wichtig als Filiale weiterhin in einem einheitlichen Stil zu erscheinen. So entstand der Plan circa alle sechs Wochen etwas gemeinsam an unserer Kleidung zu ändern. Anfangs haben die Herren bei uns weiterhin ihre Anzüge getragen, jedoch ohne Krawatte. Wir Damen trugen immer noch unsere Stoffhosen, Blusen oder Kleider, jedoch ohne Blazer. Eine Veränderung, die kaum einem Kunden auffiel.

Größer war die Veränderung dann doch von Anzug auf Jeans oder Chino-Hose mit Hemd. Und auch wir Frauen tragen nun Jeans mit Bluse und weiterhin keinen Blazer.

Als nächsten Schritt hatten wir einen "Freizeitlook" geplant, Jeans mit T-Shirt oder Poloshirt. Diese Idee haben wir allerdings schnell wieder verworfen!

Die bisherigen Resultate? Durchweg positives Feedback von unseren Kunden auf unseren Fragebögen, die die Kunden anonym ausfüllen können und auch direkt im Gespräch. Sätze wie "Ich persönlich mag eine freundliche und lockere Art als Berater und auch in der Erscheinung." oder "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen sich in einer zeitgemäßen seriösen Kleidung." bestätigen uns und unsere Idee des modernen Bankberaters.

Und wie fühlen sich die Berater selbst? Unser Filialleiter beschrieb das Arbeitsverhalten gegenüber dem Kunden als entspannter und "nicht mehr so steif". "Gerade bei warmem Wetter fühlt man sich insgesamt wohler", berichtet er. Auch der Gefahr, dass Berater möglicherweise ohne ihre typische Arbeitskleidung -dem Anzug- in Freizeitverhalten verfallen, blickt er positiv entgegen, schließlich klappt das in anderen Berufen ja auch.

Doch es gibt auch Gegenstimmen: "Mir fehlt meine Krawatte" erklärt ein Berater. Ihm ist es wichtig seinen Kunden weiterhin auf Augenhöhe zu begegnen und er hat sich ganz klar gegen Poloshirts oder T-Shirts ausgesprochen, das ginge ihm zu weit.

Und auch ich denke, dass alles in einem bestimmten Rahmen bleiben sollte. Trotzdem bietet dieses Projekt aber gerade jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie uns Azubis eine tolle Möglichkeit zu zeigen, wie wir uns die moderne Bank, auch als Arbeitgeber, vorstellen.

Wie stellt ihr euch einen modernen Bankberater vor?


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