Die Auswirkungen der voranschreitenden Digitalisierung machen sich derzeit auch in der NORD/LB bemerkbar. Mit steigender Abhängigkeit von der IT nimmt auch deren Komplexität zu. Doch welche Gefahren ergeben sich und welche Rolle spielt in diesem Kontext die IT-Sicherheit?

Wissen und Informationen bilden in der NORD/LB als immaterielle Vermögenswerte die Grundlage für Produkte und Dienstleistungen, wie z. B. für Kreditkarten. Diese Informationen sammeln sich in den IT-Systemen der NORD/LB, die untereinander vernetzt sind. Durch die hohe Komplexität, die damit einhergeht, entstehen neue Arten von Schwachstellen und Sicherheitslücken. IT-Systeme sind daher überaus empfindlich gegenüber Störungen, Fehlern und Missbrauch.

In den Nachrichten kamen immer wieder Meldungen von Cyberangriffen auf Daten und IT-Systeme und den entstehenden Sicherheitslücken mit schwerwiegenden Folgen. Dass so etwas tatsächlich auch in der NORD/LB geschehen kann, ist gar nicht so unwahrscheinlich, wenn man versteht, wie schnell eine Gefahr entstehen und welche Folgen diese mit sich ziehen kann. An diesem Punkt spielt die IT-Sicherheit eine bedeutende Rolle.

Die IT-Sicherheit als Bereich der NORD/LB mag zwar in erster Linie auf der operationellen Ebene den IT-Risiken entgegensteuern, die Betriebsabläufe im Unternehmen sind jedoch von der IT abhängig. Das kann sich als Kettenreaktion bis in die höchste strategische Ebene auswirken und Schäden hinterlassen. Im schlimmsten Fall kann es dann nämlich zu immensen wirtschaftlichen Schäden, Verlusten oder Reputationsschäden kommen. Wenn beispielsweise ein IT-System des Wertpapier- oder Fremdwährungshandels für 1-2 Stunden ausfällt, kann die Bank dadurch schon Verluste erleiden und der Unternehmensruf sowie das Kundenvertrauen Schaden nehmen. So ein Systemausfall kann dabei von einer internen versehentlichen Störung bis hin zum gezielten Hackerangriff verschiedenste Ursachen haben.

In diesem Zusammenhang hat die IT-Sicherheit die Aufgabe, solchen Risiken, die zuvor identifiziert und bewertet wurden, entgegenzuwirken und diese soweit es geht zu minimieren. Ihre Aufgabe ist dabei, für eine möglichst hohe Sicherheit der IT-Systeme und -Prozesse zu sorgen. So steuert die IT-Sicherheit mit geeigneten Maßnahmen potenziellen Bedrohungen entgegen und leistet ihren Beitrag, um diese frühzeitig schützen zu können, so dass dabei z. B. einem gezielten Hackerangriff die Türen möglichst verschlossen werden.
Da ich selber in der IT-Sicherheit eingesetzt war, konnte ich mich mit den Prozessen und Aufgaben der IT-Sicherheit näher auseinandersetzen. Dazu gehören z. B. die Aufstellung von Firewalls, die Erstellung von Sicherheitskonzepten sowie eine gezielte Simulation von Angriffen, bei der mögliche Schwachstellen frühzeitig festgestellt werden können. Außerdem steht die IT-Sicherheit der Gesamtbank zu den Handlungsfeldern der IT-Sicherheit übergreifend und beratend zur Seite.

Da wir alle an unserem Arbeitsplatz für die Sicherheit des gesamten Unternehmens verantwortlich sind und theoretisch jeder Mitarbeiter zum Sicherheitsrisiko werden kann, unterstützt die IT-Sicherheit dabei, die Mitarbeiter hinsichtlich der Bedrohungen zu sensibilisieren und auf potenzielle Gefahren aufmerksam zu machen. Denn der größte Risikofaktor wird immer noch der Mensch bleiben, der die IT-Systeme steuert und die Abläufe im Unternehmen aktiv beeinflusst. Daher verfolgt die NORD/LB eine Sicherheitskultur, in der jeder Mitarbeiter seinen Beitrag leisten kann, um die Umgebung der NORD/LB nachhaltig und effizient schützen zu können.

Wenn ihr mal in der IT-Sicherheit eingesetzt sein solltet, wartet auf euch ein spannender Einsatz, bei dem ihr auch mal hinter die Kulissen der Sicherheitsvorgaben und Prozesse schauen könnt!

Bis zum nächsten Artikel! :)


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