André

>Familiäre IT in der LBS

Veröffentlicht am 19.08.2020
>André

Der dreiste Drucker dachte, dass dieser dem Dienst des Druckens abdanken darf.

In der NORD/LB bekommt man es als IT-Azubi in der Regel nicht mit einfachen Hardwareaufgaben zu tun, da unsere gesamte Ausstattung in dieser Hinsicht geleast ist und sich somit externe Dienstleister, um Wartung sowie entsprechende Funktionstüchtigkeit kümmern. Bei Fehlern etwaiger Art wählen die Mitarbeiter dann einfach die Nummer des Helpdesks, womit der Anruf jedoch nicht in der Konzern-IT landet. Allerdings kann es durchaus wertvoll sein auch in diesem Bereich Erfahrung zu sammeln, da viele Unternehmen selbst ihre Hardware verantworten. Wie zum Beispiel die LBS, der ich im August einen Besuch abstatten durfte.

Die LBS bestellt aus betriebswirtschaftlichen Gründen sowie aufgrund ihrer Größe weiterhin selber ihre Hardware. Darunter dann selbstredend Monitore, Computer, Laptops, Mäuse, Zubehör etc. Somit ist die dortige IT nicht nur für Themen verantwortlich, die man auch hier in der NORD/LB kennenlernt, sondern auch gleichzeitig der Helpdesk für die anderen Fachbereiche. Daher wird ein dort eingesetzter Azubi mit ganz „klassischen“ Aufgaben konfrontiert. Mit klassisch meine ich insbesondere prüfen, warum der Drucker nicht mehr funktioniert. Es gilt dann entweder die Druckerpatronen auszutauschen oder - viel wahrscheinlicher - vor dem Drucker zu stehen und keinen blassen Schimmer zu haben, warum er nicht funktioniert. Erste Amtshandlung ist dann immer ihn komplett aus- und wieder einzuschalten, wobei man innerlich betet, dass er nun keine Fehlermeldungen mehr von sich gibt. Meistens setzt aber die Enttäuschung ein und resigniert ruft man anschließend hoffnungsvoll einen Technikservice, nur damit dieser noch einmal genau die gleichen Schritte ausführt, um völlig überrascht festzustellen, dass der Drucker immer noch nicht funktioniert. Nichtsdestotrotz bekommt man aber doch noch jeden Drucker wieder zufriedenstellend in Gang.

Abgesehen davon habe ich aber auch ganze Arbeitsplätze auf und wieder abgebaut sowie bestimmte Komponenten ersetzt, respektive ergänzt. Das kam wahrscheinlich häufiger als üblich vor, denn aufgrund von Corona haben alle LBS-Mitarbeiter einen Laptop zur Verfügung gestellt bekommen, mit welchem sie von zu Hause aber auch am Arbeitsplatz arbeiten sollen. Eben jene Laptops habe ich häufig mit einem Kollegen durch das Gebäude, welches ich übrigens sehr schön finde, und durchs Lager geschleppt, getragen, geschoben und gezogen. Ohne zynisch klingen zu wollen, war ich aber an meinem ersten Tag wahrscheinlich mehr Fachkraft für Lagerlogistik als IT-Azubi, womit ich jedoch nicht sagen möchte, dass es kein Spaß gemacht hat. Es gehört eben doch irgendwo mit dazu.
Neben den klassischen Aufgaben, gab es aber letztlich auch andere Dinge zu tun. Da ich während des dortigen Windows 10 Roll-Outs ankam, habe ich viel getestet sowie dokumentiert und konnte in etwaigen Excel-Aufgaben wiederum meine VBA-Kenntnisse ausbauen. Relativ zum Schluss meines Aufenthalts habe ich schließlich noch einen Workshop zu Excel halten dürfen, welcher dazu diente, den dortigen neuen Azubis Basisskills in besagter Anwendung zu vermitteln, sofern diese ihnen noch nicht geläufig waren.

Am Ende bleibt nur zu sagen, dass trotz so manch widerspenstiger Drucker, es keinen Grund gibt, sich nicht auf einen Aufenthalt in der LBS zu freuen!


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