Gastblogger

>Design Thinking

Veröffentlicht am 07.11.2016
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Im Rahmen unserer Ausbildung werden wir seitens der NORD/LB nicht nur fachlich, sondern auch persönlich gefördert, sodass es uns immer wieder ermöglicht wird an neuen und außergewöhnlichen Seminaren teilzunehmen. Hier erfahrt ihr mehr über eines dieser Seminare, welches uns besonders viel Spaß bereitet hat – Design Thinking: Eine Methodik zur Generierung innovativer und nutzerzentrierter Ideen!

Seit unserem Ausbildungsbeginn in der NORD/LB wurden wir immer mal wieder mit dem Begriff „Design Thinking“ konfrontiert und durften die Methodik innerhalb der Orientierungswoche kurz kennenlernen. Da die Design Thinking-Methode jedoch sehr komplex ist und eine Veränderungsbereitschaft im problemorientierten Denken und Handeln impliziert, fiel es uns schwer, das Thema richtig zu fassen. Daher haben wir uns gefreut, dass wir im Rahmen unseres Einsatzes in dem Bereich Ausbildungs- und Traineebetreuung die Möglichkeit erhielten am Trainee-Workshop „Design Thinking“ teilzunehmen und die Methodik näher kennenzulernen. „Wir“ das sind Kristina und Erik. Wir sind beide Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr in den Berufsbildern Bankkauffrau und Bachelor of Arts.

Durch eine kurze theoretische Einführung lernten wir, dass Design Thinking ein agiler Denkansatz ist, der zur Entwicklung innovativer Ideen dient und gleichzeitig den Nutzer und seine individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Zusätzlich werden kreatives sowie interdisziplinäres Zusammenarbeiten trainiert. Anschließend begann der Praxis-Teil, indem wir den gesamten Design-Thinking Prozess durchlaufen sind:

In drei bunt gemischten Gruppen – heterogene Gruppen sind ein Kernelement von Design Thinking, da dies die Innovationsfähigkeit fördert – haben wir eine Challenge mit Hilfe des Prozesses bearbeitet. Wir begannen damit, das Problem greifbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln (Verstehen). Anschließend erfolgte die Erforschung der Zielgruppe, indem wir die Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen in Bezug auf unsere Challenge, in Form von qualitativen Interviews untersuchten (Beobachten). Mit Hilfe der gewonnenen Informationen aus den Interviews gelang es uns den Nutzer besser zu verstehen und diesen in Form einer sogenannten „Persona“, die symbolisch für die gesamte Nutzergruppe steht, darzustellen (Point-of-View). Nachdem wir den anderen Gruppen unsere gestaltete Persona vorgestellt haben, gingen wir in die Ideen-Phase über, wo wir in sehr kurzer Zeit viele Ideen sammelten und diese strukturierten (Ideen). Dabei führten wir einige Übungen durch, die unsere Kreativität förderte. Innerhalb dieser Phase einigten wir uns in der Gruppe dann auf eine Idee, die wir anschließend gemeinsam konkretisierten. Dies schaffte die Grundlage für die nächste Phase, wo wir unsere Leitidee erlebbar machten, indem wir sie in Form eines Prototypen visuell und anfassbar gestalteten (Prototyp). Unsere Gruppe, sowie auch die beiden anderen Gruppen, entschieden sich den Prototyp anstelle eines physischen Objekts als Rollenspiel darzustellen. In der abschließenden Test-Phase präsentierten wir unseren Prototyp/unser Rollenspiel vor der Nutzer-Gruppe, um uns Feedback einzuholen und eine Stärken-Schwächen-Analyse vorzunehmen (Testen). Anschließend konnten wir unseren Prototypen mit Hilfe des Feedbacks überarbeiten und erneut testen (Iteration).

Für uns war es erstaunlich, dass trotz der gleichen Challenge die einzelnen Gruppen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen gekommen sind und dass die Ergebnisse, trotz dieser eher unkonventionellen Herangehensweise, alle eine hohe Qualität aufwiesen, obwohl wir zu Beginn – ehrlicherweise – eher skeptisch waren. Wir haben durch Design Thinking nicht nur sehr kreativ und effektiv gearbeitet, sondern zudem noch jede menge Spaß gehabt, sodass die Zeit vorbei gegangen ist wie im Flug. Eines ist bei uns besonders hängen geblieben: Neue und unkonventionelle Methoden sind oftmals auf dem ersten Blick verwirrend und skurril, auf den zweiten Blick erkennt man jedoch, welches Potential, sich dahinter verbürgen kann. In unserem Fall konnten wir sehen, welche tolle Leistung man in einem diversen Team in sehr kurzer Zeit erbringen kann und das man bei der Bearbeitung von Problemstellungen auch noch Spaß haben kann. Wir hoffen, dass ihr auch Lust bekommen habt mal über den Tellerrand zu schauen und neue/unkonventionelle Methoden, wie Design Thinking, auszuprobieren.

Kristina & Erik


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