Als Azubi ist der Schritt ins Berufsleben geprägt von vielen Veränderungen. Plötzlich ist man ein(e) „Sie“, und wird erwachsener behandelt, als wir es aus der Schule gewöhnt sind. Glaubt mir wenn ich sage, dass das auch für mich immer noch ein „neues“ Gefühl ist. Dementsprechend müssen wir uns aber unseren Kollegen, Vorgesetzten und Kunden gegenüber verhalten. Auch mir haben sich vor meinem Ausbildungsstart viele Fragen aufgeworfen, was den Umgang miteinander angeht: Wer gibt wem zuerst die Hand? Wie wird ein gutes Telefonat geführt? Was ziehe ich überhaupt in einer Bank an?

Um euch die Sorgen - zumindest was den Business Knigge angeht- zu nehmen möchte ich euch in einer Blogreihe mit den wichtigsten Themen vertraut machen. Heute dreht sich alles um das Thema „Begrüßung“. Hinter einer simplen Begrüßung steckt mehr als es zunächst den Anschein macht. Ein einfaches „Guten Tag“ bildet meistens den ersten Eindruck, den euer Gegenüber von euch erhalten kann (zusammen mit eurer Körperhaltung und eurer Mimik natürlich). In diesem Moment kann sich entscheiden, ob ihr als sympathisch oder unhöflich empfunden werdet.

Nun kommen wir aber zu den wirklich wichtigen Fragen: wer wird wie und vonwem zuerst begrüßt? Grundsätzlich ist  die Reihenfolge fast immer hierarchisch aufgebaut. Zuerst wird der Ranghöchste im Raum begrüßt. Sonst gilt: Damen vor Herren, Alter vor Schönheit und der zuletzt kommende grüßt die Gruppe. Zudem ist es von eurem Ranghöheren abhängig euch zuerst die Hand zu reichen. Mein Tipp für euch: Wenn ihr den Namen eures Gegenübers kennt, begrüßt die Person mit Namen wenn Sie euch die Hand gibt. Das schafft sofort eine vertraute Atmosphäre und zeugt von Wertschätzung. Lernt ihr jemanden neu kennen, fragt ihr euch bestimmt, wer sich zuerst mit Namen vorstellt. Auch dafür gibt es ein paar ganz einfache Regeln. Die Vorstellung erfolgt nach dem Prinzip, dass der Rangniedrigere dem Ranghöheren vorgestellt wird und nicht umgekehrt. Man nennt immer seinen ganzen Vor- und Nachnamen. Macht ihr Kollegen miteinander bekannt und hat ein Kollege zum Beispiel einen Doktortitel, so wird der Kollege auch mit „Frau Doktor…“ vorgestellt. Zudem solltet ihr einen oder zwei Sätze zur Person verlieren, damit die bis dato Fremden wissen, mit wem sie es zu tun haben. Aber wie verhält man sich wenn man den Namen vergessen hat? Ich kann verstehen, dass diese Situation sehr unangenehm für euch ist. Aber niemand ist euch böse, wenn ihr euch entschuldigt und erneut nach dem Namen fragt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist euer Handschlag. Vorneweg gesagt, es ist wichtig, dass ihr nicht sitzt wenn ihr jemanden mit Handschlag begrüßt, sondern von eurem Stuhl aufsteht, um eure Wertschätzung zu zeigen. Der Handschlag sollte nicht zu lasch, aber auch nicht zu fest sein. Niemand möchte einem Waschlappen die Hand schütteln oder das Gefühl haben, dass die Handknochen danach gebrochen sind. Eure andere Hand lasst ihr am besten natürlich und locker neben eurem Körper und bloß nicht in der Hosentasche verschwinden. Ein weiterer Tipp: mit Augenkontakt und einem offenen Lächeln seid ihr stets gut bedient! Last but not least, auch wenn ihr nervös und aufgeregt seid, schüttelt bitte die Hand beim Handschlag nicht als wäre sie ein Überraschungsei, das zeigt nur von eurer Unsicherheit.

Ich hoffe, ich konnte euch die erste Angst nehmen und die eine oder andere neue Erkenntnis liefern. Eure Fragen  könnt ihr mir  gerne jederzeit in den Kommentaren hinterlassen.

Bis zum nächsten Mal,

eure Jacqueline Alicia


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