In meinem sechswöchigen AIESEC-Freiwilligenprojekt in London habe ich viel über das Thema Lebensmittelverschwendung und Nachhaltigkeit gelernt und mir ist bewusst geworden, wie sehr manche Menschen - auch in Europa - von Spenden abhängig sind. Mehr erfahrt ihr in meinem Artike

Im November 2018 hat mir die NORD/LB eine wunderbare Mitteilung gemacht. Ich war einer von fünf dualen Studenten, die für sechs Wochen an einem internationalen Projekt teilnehmen durften. Dabei kooperiert die NORD/LB mit der Studentenorganisation AIESEC, welche in über 100 Ländern Projekte und Austauschprogramme für Studenten anbietet und organisiert.

Da stand ich nun mit einer einmaligen Möglichkeit im Gepäck und einem Kopf voller Ideen und Wünschen. Deswegen galt es zunächst zu recherchieren und Hintergrundinformationen über AIESEC und die jeweiligen Projekte einzuholen. Während dieser Phase habe ich schnell gemerkt, wie groß doch die Welt ist und was ich alles noch nicht gesehen habe. Trotz vieler Auswahlmöglichkeiten fiel meine Wahl letztendlich auf London. Aufgrund meiner Vorliebe für Harry Potter und englischen Fußball konnte ich mir kaum eine bessere Stadt vorstellen. Ebenso klang das Projekt wie für mich gemacht. Deswegen musste ich nicht dreimal überlegen und habe flugs meine Bewerbung für das Projekt mit dem Namen FelixProject abgegeben. Nach einem tollen Gespräch mit meinem Projektleiter aus London via Skype stand fest: Ich werde nach London gehen.

Damit war mein Ziel bekannt und die klassischen Reisevorbereitungen konnten losgehen. Aufgrund der geographischen Nähe und der (Noch-)Zugehörigkeit zu der EU hat sich der bürokratische Aufwand sehr in Grenzen gehalten und ich konnte die Reise Richtung London ohne Hürden antreten.

In London angekommen, habe ich mich wie ein kleiner Junge gefühlt. Menschenmassen, Linksverkehr, Lärm, Hektik… haben mir gezeigt, wie klein und verschlafen unser schönes Hannover doch ist. Doch am Ende des Tages konnte ich mich im Großstadtdschungel behaupten und habe meine Unterkunft finden können. Diese hat mich mit einem 12-Bett Zimmer willkommen geheißen und damit hatte ich den ersten Schritt aus meiner Komfortzone vorgenommen. Nachdem ich die erste Nacht überstanden hatte, erwartete mich am nächsten Morgen ein Einführungsseminar. Danach ging es dann endlich in mein Projekt.

Das FelixProject ist ein Freiwilligenprojekt, das sich der Nachhaltigkeit verpflichtet hat. Mein Arbeitsalltag war sehr spannend und abwechslungsreich. Grundsätzlich bestand unsere Aufgabe darin, überschüssige und abgelaufene Lebensmittel von Supermärkten, Produzenten oder Restaurants einzusammeln, aufzubereiten und an wohltätige Einrichtungen weiterzugeben. Dabei sind wöchentlich um die 10 Tonnen Lebensmittel zusammengekommen. Eine Zahl, die für mich kaum greifbar war. Erst als ich die gelagerten Lebensmittel vor mir sah, war ich schockiert von dem Ausmaß. Aus diesem Grund konnte ich wirklich viel aus dem Projekt, auch für mein eigenes Leben, mitnehmen. Für diese Möglichkeit bin ich der NORD/LB sehr dankbar und das gesamte Projekt habe ich als eine sehr spannende Abwechslung wahrgenommen.

Ansonsten werden einige von euch London vielleicht kennen. Allen anderen kann ich nur empfehlen, dass sie dieser polarisierenden Stadt einen Besuch abstatten sollten.

Gastblogger

David Schoppe (Dualer Student)


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